Leone: „Es ist falsch, die Wiederbewaffnung als Verteidigung zu bezeichnen.“ Und an die jungen Leute gerichtet: „Wir sind ein Wunsch, kein Algorithmus.“
Der Papst besucht die Sapienza-Universität: „Die Eliten werden durch den Zustrom bereichert, während die Investitionen in Bildung gekürzt werden.“Papst Leo XIV. an der Sapienza-Universität (Ansa)
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„Im vergangenen Jahr sind die Militärausgaben weltweit, insbesondere in Europa, enorm gestiegen: Wir sollten ‚Verteidigung‘ nicht als Aufrüstung bezeichnen, die Spannungen und Unsicherheit verschärft, Investitionen in Bildung und Gesundheitswesen schmälert, das Vertrauen in die Diplomatie untergräbt und Eliten bereichert, denen das Gemeinwohl gleichgültig ist. Wir müssen auch die Entwicklung und Anwendung künstlicher Intelligenz im militärischen und zivilen Bereich überwachen, damit sie menschliche Entscheidungen nicht ihrer Verantwortung beraubt.“ Dies sagte Papst Leo XIV. bei einem Besuch der Universität La Sapienza in Rom . „Was für eine Welt hinterlassen wir?“, fügte der Papst hinzu. „Eine Welt, die von Kriegen und Kriegsrhetorik verzerrt ist.“
„Ich habe die Einladung zum Treffen mit der Universitätsgemeinschaft von Sapienza mit großer Freude angenommen. Ihre Universität ist bekannt als Exzellenzzentrum in verschiedenen Disziplinen und zugleich für ihr Engagement für das Recht auf Bildung, insbesondere für Menschen mit geringen finanziellen Mitteln, Menschen mit Behinderungen, Gefangene und Kriegsflüchtlinge. Ich begrüße beispielsweise sehr, dass das Bistum Rom und Sapienza ein Abkommen zur Einrichtung eines humanitären Universitätskorridors aus dem Gazastreifen unterzeichnet haben“, fuhr der Papst fort.
Leo richtete eine besondere Botschaft an junge Studierende: „Angst hat auch eine traurige Seite: Wir dürfen nicht verheimlichen, dass viele junge Menschen leiden. Jeder erlebt schwierige Zeiten; manche haben jedoch das Gefühl, sie würden nie enden.“ „Heute“, so der Papst, „hängt dies zunehmend von der Erpressung durch Erwartungen und dem Leistungsdruck ab. Es ist die allgegenwärtige Lüge eines verzerrten Systems, das Menschen auf Zahlen reduziert, den Konkurrenzkampf verschärft und uns in eine Spirale der Angst treibt. Dieses tiefe spirituelle Unbehagen, das viele junge Menschen erleben, erinnert uns daran, dass wir nicht die Summe unserer Besitztümer sind; wir sind ein Wunsch, kein Algorithmus“, schloss der Papst.
(Unioneonline)
