Schutzgebiete: Eine Diskussion in Pula über das neue regionale ökologische Netzwerk: „Schutz und Entwicklung können koexistieren.“
Breite Beteiligung am zweiten regionalen Forum, das vom Umweltministerium gefördert wurde.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Zahlreiche Besucher kamen heute in Pula, am Hauptsitz des Wissenschafts- und Technologieparks Sardegna Ricerche in Piscinamanna, zum zweiten Regionalforum zu den Schutzgebieten Sardiniens. Die Veranstaltung wurde vom regionalen Umweltschutzamt in Zusammenarbeit mit dem Regionalen Naturpark Gutturu Mannu ausgerichtet. Sie ist Teil der Initiative „Geschützte Orte, offene Visionen“ zur territorialen Zusammenarbeit und brachte lokale Verwaltungsbeamte, Vertreter von Behörden, Techniker, Institutionen, Universitäten und Fachleute zusammen, die sich dem Schutz und der Aufwertung des Naturerbes der Insel verschrieben haben. Im Mittelpunkt des Treffens stand das Projekt zum Aufbau des neuen regionalen ökologischen Netzwerks (RER).
Den ganzen Tag über wurde der Gesetzesentwurf zur Einrichtung und Verwaltung des sardischen Ökosystems eingehend erörtert. Die Diskussionen fanden in Plenarsitzungen und fünf thematischen Gesprächsrunden statt, die sich mit der Verwaltung, Aufwertung, Erhaltung, Planung und Regulierung des Schutzgebietssystems befassten. „Dieses zweite Forum stellt einen wichtigen Schritt in der Reform des regionalen Schutzgebietssystems dar“, erklärte die Regionalrätin für Umweltschutz, Rosanna Laconi. „Der Gesetzesentwurf leitet einen Paradigmenwechsel ein: vom Konzept der Einschränkung hin zu dem der Schutzgebiete als Chance für die lokale und wirtschaftliche Entwicklung. Die heutige Beteiligung bestätigt die Notwendigkeit, eine moderne Verwaltung aufzubauen, die in der Lage ist, Sardiniens Naturerbe als strategische Infrastruktur für die Zukunft der Insel und die Lebensqualität der lokalen Bevölkerung zu stärken.“
Walter Cabasino, Bürgermeister von Pula und Präsident des Regionalen Naturparks Gutturu Mannu, zeigte sich ebenfalls zufrieden. Er betonte, wie wichtig die direkte Einbindung der lokalen Gemeinschaften in die Entwicklung des neuen Regionalgesetzes sei. „Die heute begonnenen Diskussionen verdeutlichen, wie wichtig der Aufbau eines regionalen ökologischen Netzwerks ist, beginnend mit den lokalen Gemeinschaften und ihren Erfahrungen. Diese werden schließlich in der Lage sein, sich für neue Vorschläge zur Einrichtung von Schutzgebieten einzusetzen.“ Giovanni Coinu, außerordentlicher Professor für Verfassungsrecht an der Universität Cagliari, stimmte dem zu: „Dieses Gesetz eröffnet neue Möglichkeiten, nicht nur für den Schutz, sondern auch für die Aufwertung.“ Auch Matteo Muntoni, Generaldirektor der Abteilung für Umweltschutz, und Andrea Dessy, Direktor des Dienstes für Naturschutz und Forstpolitik, sprachen auf dem Forum und erläuterten die technischen und institutionellen Aspekte des Gesetzesentwurfs. Der Tag schloss mit einer Plenarsitzung zur Überprüfung der Ergebnisse und einer Exkursion in den Regionalen Naturpark Gutturu Mannu. Diese bot Gelegenheit zum praktischen Austausch und zur Stärkung des Naturerbes der Region.
