Eine Autismus-Spektrum-Störung des Grades 3 – eine Diagnose, die den Eltern eines zweijährigen Jungen den Atem raubt. So jung und doch schon so schwer zu kämpfen. Es ist die dramatische Geschichte einer Familie aus Porto Torres.

„Im Dezember 2025 stellte die zertifizierte ASL-Klinik (örtliche Gesundheitsbehörde) in Sassari eine sehr schwerwiegende Diagnose“, erklärt der Vater. „Neben Autismus leidet mein Sohn unter einer globalen Entwicklungsverzögerung, extremer Selektivität beim Essen hinsichtlich Form, Farbe und Konsistenz sowie einem stark unregelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus. Er hat außerdem besorgniserregende Episoden von Augenausstoß, Lidklonie und unwillkürlichen Kopfdrehungen entwickelt.“ Der medizinische Bericht stellt klar, dass sich das Kind in einer entscheidenden Phase der Neuroplastizität befindet. „Jeder verlorene Tag ist eine unwiederbringliche Chance auf Genesung“, erklärt der Vater. „Obwohl das Gesetz vorschreibt, dass diese Fälle aktenkundig gemacht werden müssen, um die Erstellung eines Berichts zu beschleunigen, hat das Nationale Institut für Soziale Sicherheit (INPS) in Sassari seit über 80 Tagen geschwiegen.“

Um ihren Sohn nicht in Isolation zu verdammen, bleibt der Familie nichts anderes übrig, als die Therapie aus eigener Tasche zu bezahlen. Doch die Kosten sind untragbar: Um die Mindestanzahl an Sitzungen zu gewährleisten, geben sie monatlich mindestens 280 € und maximal 400 € aus. „Es ist ein immenses Opfer, das wir für unseren Sohn bringen, aber es ist auch eine tiefe Ungerechtigkeit: Der INPS-Bericht ist das einzige Dokument, das uns den Zugang zu der gesetzlich vorgeschriebenen kostenlosen Behandlung ermöglichen würde.“ Stattdessen bremst die Bürokratie alles aus und raubt selbst einem Kind das Lächeln und die Hoffnung. „Wir haben unzählige E-Mails mit Rückschein verschickt und unzählige Anrufe getätigt, nur um die gleiche Antwort zu erhalten: ‚Bitte warten Sie.‘ Aber mein Sohn kann nicht auf diese stille Bürokratie warten.“

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