Die Staatsanwaltschaft Tempio Pausania wertet die Ergebnisse der technischen Ermittlungen zum Mord an Cinzia Pinna aus, der Frau, die im September 2025 auf dem Anwesen Conca Entosa in Palau getötet und ihre Leiche in der freien Natur abgelegt wurde. Das fast tausend Seiten umfassende Material wurde Staatsanwältin Noemi Mancini zur Verfügung gestellt.

Den wenigen durchgesickerten Informationen aus den Justizbehörden zufolge ist Emanuele Ragneddas neueste Version fragwürdig. Ballistische Untersuchungen schließen aus, dass das Opfer vor Ragnedda stand. Cinzia Pinna wurde offenbar von Kugeln getroffen, während sie auf einem Sofa saß, weniger als zwei Meter von ihrem Mörder entfernt. Ragneddas Theorie – dass sie angegriffen wurde – wird jedoch durch das Blut des Geschäftsmanns gestützt, das in dem Zimmer gefunden wurde, in dem sich die Tragödie ereignete. Es wurden keine Hinweise auf einen sexuellen Übergriff gefunden.

Eine weitere wichtige Information bestätigt die Aussage von Ragneddas Partnerin Rosa Maria Elvo. Die Frau, gegen die wegen Beihilfe ermittelt wird, hat stets beteuert, das Haus in Conca Entosa nach der Tat nicht gereinigt zu haben, und DNA-Tests bestätigen dies. Ein Erfolg für die Verteidigung der Frau, da ihr Anwalt Francesco Furnari die Beteiligung seiner Mandantin von vornherein ausgeschlossen hatte.

Die Situation um Luca Franciosi verkompliziert sich jedoch (gegen ihn wird wegen Beihilfe ermittelt), und weitere Untersuchungen sind notwendig. Unter den gefundenen Gegenständen befindet sich eine Porzellanmaske, die angeblich Blutspuren aufweist – vermutlich Ragneddas Blut. Die Maske lag offenbar auf einem Tisch.

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