Sechzehn Anzeigen in nur zwei Wochen. Dies ist das Ergebnis der Bemühungen der Carabinieri zur Betrugsbekämpfung, die über Online-Kanäle, Telefonbetrug und private Verkaufsplattformen erfolgt. In einigen Fällen konnten die gestohlenen Waren sogar wiedergefunden werden.
In San Gavino identifizierten Beamte der örtlichen Polizeistation zwei Männer aus Kampanien, die einen Rentner mit der skrupellosen Masche des vorgetäuschten Kindes in Not betrogen hatten: Sie simulierten einen schweren Autounfall und erbeuteten so mehrere Tausend Euro durch Banküberweisungen und -aufladungen. Anschließend transferierten sie das Geld auf ausländische Konten, um ihre Rückverfolgbarkeit zu verschleiern. Die Ermittlungen führten jedoch zur Sicherstellung eines Teils des Geldes.

Eine weitere, immer häufiger auftretende Betrugsmasche sind gefälschte Immobilienanzeigen und Scheinverkäufe auf Social-Media-Plattformen und Online-Marktplätzen. Eine Römerin wurde in Gonnosfanadiga angezeigt, nachdem sie vorgab, eine Immobilie vermieten zu wollen und dafür 400 Euro von einer jungen Frau kassiert hatte.

In Sant’Antioco und San Vito richteten sich die Anklagen gegen eine Kalabrierin bzw. einen Piemonteser, die Zahlungen für den fingierten Verkauf eines Bootsmotors und von Baumaterialien über soziale Medien erhalten hatten, danach aber spurlos verschwunden waren. Ein nahezu identisches Muster zeigte sich in Guasila, wo ein Mann mehrere hundert Euro verlor, weil er glaubte, eine Kühltheke von drei ausländischen Staatsbürgern zu kaufen, die auf der Iberischen Halbinsel leben und nun ebenfalls angeklagt wurden.

Betrüger nutzen zunehmend gefälschte Webseiten aus, die eigens erstellt wurden, um echte Unternehmen nachzuahmen. In Mandas wurden zwei Männer aus Kampanien angezeigt, die ein Opfer um mehrere hundert Euro für einen Mietwagen betrogen hatten. Die Webseite des Opfers war einer bekannten Autovermietung nachempfunden. In San Vito geriet eine junge Frau aus Rom in Schwierigkeiten, weil sie den vereinbarten Preis für ein Autoteil über die Webseite eines gefälschten Autoverwerters kassiert hatte.

Auch an falschen Versprechungen von schnellem Gewinn mangelt es nicht: In Castiadas wurde ein junger Mann aus Kampanien angezeigt, der einen Einwohner dazu gebracht hatte, mehrere Tausend Euro mit dem Versprechen besonders hoher Renditen zu zahlen, die natürlich nie ausgezahlt wurden. Schließlich führte in Vallermosa eine aufwendige und detaillierte Untersuchung zur Anklage von vier Personen, die der Geldwäsche verdächtigt werden. Die Verdächtigen versuchten, ihre Spuren zu verwischen, indem sie die betrügerisch erlangten Gelder auf verschiedene, mit ihnen verbundene Bankkonten verteilten.

Die Ratschläge der Carabinieri, wie man sich vor Betrug schützen kann

Angesichts der fortschreitenden Entwicklung und Ausbreitung dieser Verbrechen bekräftigen die Carabinieri ihren Appell zu höchster Wachsamkeit, um sich wirksam zu schützen. Die von Kriminellen angewandten Methoden werden immer raffinierter und heimtückischer. Oftmals geben sie sich als Institutionen aus oder nutzen emotionale Bedürfnisse aus, um die Urteilsfähigkeit ihrer Opfer zu trüben, wie beispielsweise im Fall des vorgetäuschten Angehörigen in Not.

Um sich zu schützen, sollten Sie niemals unerwarteten Geldforderungen vertrauen, insbesondere wenn Sie gebeten werden, das Gespräch nicht zu unterbrechen. Überprüfen Sie immer die Identität des Anrufers, indem Sie das Gespräch beenden und sich anschließend selbstständig an offizielle Stellen wenden. Seien Sie beim Online-Shopping vorsichtig bei Preisen, die deutlich unter dem Marktdurchschnitt liegen, und nutzen Sie stets die in die Verkaufsplattformen integrierten Zahlungs- und Nachrichtensysteme. Diese bieten einen deutlich höheren Schutz als direkte Banküberweisungen oder das Aufladen von Prepaid-Karten unbekannter Personen.

Abschließend wird empfohlen, jeden verdächtigen Vorfall umgehend den Carabinieri zu melden, selbst wenn der Betrugsversuch erfolglos war, da jedes Detail für die Ermittlungen und die Zerschlagung krimineller Netzwerke entscheidend sein kann. Weitere wertvolle Präventionstipps finden Sie kostenlos auf der entsprechenden Seite der offiziellen Website der Carabinieri unter: https://www.carabinieri.it/in-vostro-aiuto/consigli/pillole-di-prevenzione/contro-le-truffe .

Diese jüngsten und laufenden Operationen belegen das unerschütterliche Engagement der Carabinieri bei der Verhinderung und Bekämpfung von Eigentumsdelikten. Mit ihrer wachsamen, aufmerksamen und flächendeckenden Präsenz im ganzen Land wollen sie die schutzbedürftigsten Bevölkerungsgruppen schützen und die Sicherheit und das Wohlergehen aller Bürger gewährleisten.

© Riproduzione riservata