Der ressortübergreifende Erlass zur Vorbeugung und Prävention der Blauzungenkrankheit (Katarrrhie) bis 2026 wurde heute Abend unterzeichnet. Ziel ist es, den Viehbestand der Insel zu schützen und die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen.

Die vom Gesundheits- und Hygieneamt in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschafts- und dem Umweltschutzamt verabschiedete Maßnahme führt ein umfassendes Interventionssystem ein, das eine Impfkampagne, Biosicherheitsmaßnahmen und Maßnahmen zur Bekämpfung des Überträgerinsekts umfasst. Ein Kernelement der Maßnahme ist das prophylaktische Impfprogramm für Schafzuchtbetriebe in der Region. Die Impfstoffe werden von der Region über das Experimentelle Zooprophylaktische Institut Sardiniens kostenlos zur Verfügung gestellt. Geimpft werden vor allem ausgewachsene Schafe und deren Nachzucht gegen die Serotypen BTV3, BTV8 und BTV4.

Ab diesem Jahr können Impfungen auch von Betriebstierärzten oder von Landwirten beauftragten unabhängigen Fachleuten durchgeführt werden, koordiniert von den Veterinärdiensten der örtlichen Gesundheitsbehörden. Um die maximale Wirksamkeit der Bekämpfungsmaßnahmen zu gewährleisten, muss die Kampagne bis Juli 2026 abgeschlossen sein, um dem Höhepunkt der Überträgeraktivität vorzubeugen. Neben der Impfung stärkt die Verordnung die direkten Prophylaxemaßnahmen, die für die Reduzierung des Virusübertragungsrisikos unerlässlich sind.

Zu den wichtigsten geplanten Maßnahmen gehören: die Beseitigung von stehenden Gewässern und Schlamm, die ideale Entwicklungsstadien für den Überträger darstellen; der Schutz von Unterkünften durch Moskitonetze und Insektizidbehandlungen; die Verbesserung von Hygiene und sanitären Einrichtungen in Tierhaltungsbetrieben; und die Verwendung von Repellentien bei Tieren. Bezüglich der Entschädigung sieht die Maßnahme vor, dass der Anspruch auf Erstattung von durch das Virus verursachten Schäden an die Einhaltung des Impfprogramms und die Umsetzung von Biosicherheitsmaßnahmen in den Betrieben geknüpft ist. Operativ und technisch ist das Experimentelle Zooprophylaktische Institut Sardiniens für die Beschaffung, Lagerung und Verteilung von Impfstoffen sowie für diagnostische und wissenschaftliche Unterstützungsleistungen zuständig. Das Regionale Veterinärepidemiologische Observatorium führt Risikoanalysen und epidemiologische Überwachungen durch und trägt so zur Interventionsplanung bei.

Die lokalen Gesundheitsbehörden (ASL) gewährleisten die operative Koordinierung und Überwachung der Maßnahmen, während die Agentur von Laoré die Landwirte informiert und sensibilisiert, um die Umsetzung der im Dekret vorgeschriebenen Präventionsmaßnahmen zu fördern. Die Maßnahme wird im Buras (Regionales Publikationsamt) veröffentlicht und gilt für das gesamte Jahr 2026.

(Unioneonline)

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