In den höchsten Kreisen von Cologno Monzese hat sich Unmut über die Reaktion von Justizminister Carlo Nordio breitgemacht. Dieser hatte eine Zivilklage gegen Bianca Berlinguer und Mediaset wegen der Ausstrahlung der Sendung „È sempre Cartabianca“ zum Fall Minetti angekündigt. Sigfrido Ranucci, Moderator der Sendung „Report“ und Gast in der Sendung, hatte damals eine angebliche Quelle zitiert, wonach Nordio nach Uruguay gereist sei – eine Behauptung, die der Minister selbst dementierte. Nach den Fernsehauftritten gab der Justizminister seine Absicht bekannt , Ranucci, Mediaset und Berlinguer zu verklagen.

Nun folgt die Stellungnahme des in Cologno Monzese ansässigen Unternehmens: „Wir nehmen Ranuccis Äußerungen nicht ernst“, so Quellen bei Mediaset, „denn unbestätigte Nachrichten sind keine Nachrichten . Punkt. Aber live kann alles passieren, und der Minister konnte die unabhängigen Aussagen des Studiogastes umgehend dementieren. Als pluralistischer Verlag zensieren wir nicht. Wir geben aber jedem die Möglichkeit zu reagieren, wie es auch geschehen ist.“

(Unioneonline)

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