Der Oberste Gerichtshof der USA hat Lisa Cook als Mitglied des Federal Reserve Board of Governors bestätigt und damit den Versuch der Trump-Regierung, sie abzusetzen, zurückgewiesen. Der Fall ist Teil eines umfassenderen Machtkampfes zwischen dem Weißen Haus und der Zentralbank über die Durchführung der Geldpolitik und die Grenzen der präsidialen Befugnisse gegenüber unabhängigen Institutionen.

Die mit fünf Ja- und vier Nein-Stimmen gefasste Entscheidung stärkt somit den Grundsatz der Unabhängigkeit der amerikanischen Zentralbank und beendet – zumindest vorerst – einen beispiellosen institutionellen Streit. Wäre die Berufung erfolgreich gewesen, hätte Donald Trump als erster Präsident seit der Gründung der Fed im Jahr 1913 einen amtierenden Gouverneur abgesetzt.

Der amerikanische Präsident musste jedoch einen zweiten Rückschlag vom Obersten Gerichtshof hinnehmen. Die Richter bestätigten das Urteil der Jury, wonach Donald Trump die Schriftstellerin E. Jean Carroll sexuell missbraucht und verleumdet hatte. Damit wurde der Weg für eine Entschädigung in Höhe von fünf Millionen Dollar für die Frau geebnet. Das Gericht lehnte es ab, Trumps Berufung anzuhören, ohne dies zu kommentieren oder eine abweichende Meinung zu vermerken.

(Unioneonline)

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