Die Dachverbände und die autonomen Gewerkschaften haben für Freitag, den 29. Mai, einen Streik der Beschäftigten des Universitätsklinikums Sassari angekündigt. Sollte die AOU und die Region nicht reagieren, werden in den kommenden Wochen zwei weitere Streiktage folgen. Die Vorsitzenden der Gewerkschaften CGIL, CISL und UIL trafen sich am Dienstag in Cagliari mit Vertretern der Präsidentin Alessandra Todde, Stefano Ferreli und Mario Arca sowie mit der AOU-Leitung. Das Treffen brachte keine neuen Informationen zu den ab 2024 geplanten Lohnstopps für Ärzte und die übrigen Beschäftigten, von denen schätzungsweise 2.800 Arbeitnehmer betroffen sein werden. Es gab jedoch eine gewisse Offenheit hinsichtlich der Überbelegung der Abteilungen, und die Region kündigte weitreichende Maßnahmen an. Paolo Dettori, Generalsekretär der Fp Cgil Nord Sardegna, erklärte: „Sollte die Vertragsfrage nicht umgehend gelöst werden, werden wir als Nächstes einen zweitägigen Streik aller AOU-Mitarbeiter ankündigen. Die Hauptgründe für diesen Konflikt sind im Wesentlichen zwei: die ausbleibende Zahlung wesentlicher Lohnbestandteile und die Überbelegung der Abteilungen. Wir begrüßen jedoch die am Dienstag in Cagliari von den Vertretern von Alessandra Todde gegebenen Antworten, die wir Anfang Juni auswerten werden.“

Der Streik am Freitag wurde von den Gewerkschaften Fp Cgil, Cisl Fp, Uil Fp, Fials, der betriebsinternen Gewerkschaft RSU und den medizinischen Managementgewerkschaften ausgerufen. In einer Erklärung heißt es: „Den Beschäftigten werden weiterhin ihre erworbenen wirtschaftlichen Rechte vorenthalten. Die fortschreitende Blockade von Tarifverhandlungen hat zudem gravierende Folgen für ihre berufliche Entwicklung und ihre Karrierechancen. Ohne Tarifverhandlungen werden grundlegende Instrumente für berufliches Wachstum, wirtschaftlichen Aufstieg und die Anerkennung der geleisteten Arbeit verwehrt, was ein Klima tiefen Misstrauens und Konflikts innerhalb des Unternehmens schürt. Hinzu kommen Personalmangel, überfüllte Krankenhausstationen, zunehmend hohe Arbeitsbelastung, tägliche organisatorische Schwierigkeiten und der mittlerweile sukzessive Einsatz von Sondermaßnahmen wie Rufbereitschaft und zusätzlichen Dienstleistungen.“

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