Ende gut, alles gut. Oder fast. Time in Jazz verkündet, dass der historische Instagram-Account des Festivals wiederhergestellt wurde, gibt aber gleichzeitig keine weiteren Informationen zu seiner Deaktivierung vor einigen Tagen bekannt.

„Wir haben keine Erklärung erhalten. Keine offizielle Mitteilung. Keine Entschuldigung. Keine Garantie, dass sich der Vorfall nicht wiederholt. Irgendwann“, so die Organisation, „war das Konto einfach wieder da, und nach allen Überprüfungen scheint nichts verloren gegangen zu sein. Aber tatsächlich ist etwas verloren gegangen.“

Die Erklärung fährt fort: „Wir haben das Vertrauen in ein undurchsichtiges und willkürliches System verloren, das 39 Jahre Geschichte, Beziehungen und Arbeit in Sekundenschnelle auslöschen kann – ohne Gesprächspartner, ohne Grund, ohne die Möglichkeit menschlicher Interaktion. Was wir jedoch zurückgewonnen haben, ist unendlich viel wertvoller als der Bericht selbst: die Gewissheit, dass die Time in Jazz-Community wirklich existiert. Dass sie aus Menschen besteht, nicht aus Algorithmen. Dass sie sich mobilisieren, sich gegenseitig unterstützen und für ihre Überzeugungen einstehen kann.“

Bei dieser Gelegenheit wurde außerdem bekannt gegeben, dass der Account @timeinjazz2026, der nach der Deaktivierung des ursprünglichen Accounts (@timeinjazz) erstellt wurde, nicht geschlossen wird. „Er bleibt bestehen“, wurde erklärt, „als Erinnerung an das Geschehene und die außergewöhnliche Anteilnahme, die ihr uns entgegengebracht habt. Er wird auch ein anderer, intimerer Raum sein, in dem wir Gedanken, Anekdoten hinter den Kulissen und Erlebnisse teilen können, die sonst schwer zu finden wären.“

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