Die fünfte Ausgabe von „L'Isola Nuda“, dem FKK-Festival, war ein Erfolg.
Die Veranstaltung hat zum Ziel, die Riviera del Corallo zu einem der führenden Reiseziele für nachhaltigen FKK-Tourismus im Mittelmeerraum zu machen.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Drei Tage lang bewies Alghero, dass Naturismus weit mehr sein kann als ein einfacher Strandurlaub. Es war eine Reise durch Kunst, Natur, Inklusion und Nachhaltigkeit, die Stereotypen und Vorurteile beiseite räumte und eine Verbindung zwischen Mensch, Landschaft und Kultur schuf. Mit Wanderwegen inmitten der mediterranen Macchia, kreativen Workshops, Debatten und Umweltinitiativen ging die fünfte Ausgabe von „L’Isola Nuda“ (Die Nacktinsel) erfolgreich zu Ende. Das Festival hat sich zum Ziel gesetzt, die Riviera del Corallo zu einem führenden Reiseziel für nachhaltigen Naturistentourismus im Mittelmeerraum zu machen. Die von der Compagnia Teatro d’Inverno geförderte Initiative strebt nun danach, sich als internationale Veranstaltung zu etablieren und ein umweltfreundliches, inklusives Tourismusmodell zu fördern, das neue Chancen für die Region eröffnet. Der künstlerische Leiter Giuseppe Ligios blickte auf die Veranstaltung zurück und betonte, dass das Projekt mit einem doppelten Ziel ins Leben gerufen wurde: einem künstlerischen und einem kulturellen.
„Das Ziel“, erklärt er, „besteht darin, auch denjenigen, die mit dem Naturismus nicht vertraut sind, die Möglichkeit zu geben, sich unvoreingenommen mit dem Thema Nacktheit auseinanderzusetzen, insbesondere durch die Einbeziehung der Institutionen, die für die Bewertung des Potenzials dieses Tourismussegments zuständig sind.“
Ligios hebt zudem die ersten Ergebnisse des Dialogs mit der Stadt Alghero und die Zusammenarbeit mit dem Regionalen Naturpark Porto Conte hervor, die seiner Ansicht nach einen wichtigen Schritt hin zu einem gemeinsamen Projekt darstellen. Laut dem künstlerischen Leiter zählten die von Kostümbildner und Regisseur Marco Nateri geleiteten Erlebnisworkshops zu den bedeutendsten Aspekten des Festivals. „Durch die künstlerische Sprache“, so Ligios, „tritt das Thema Nacktheit in den Hintergrund: Menschen, ob bekleidet oder nackt, teilen kreative Aktivitäten, ohne sich selbst mehr über ihren Körper wahrzunehmen, sondern als Individuen – alle unterschiedlich und alle wichtig. Das ist die wahre Bedeutung des Festivals: mentale Barrieren auf natürliche Weise abzubauen.“
Die Veranstaltung wurde mit der Konferenz „Die FKK-Insel – ein mögliches Reiseziel?“ eröffnet, die von der Alghero-Stiftung ausgerichtet wurde. Sie brachte Verwaltungsangestellte, Reiseveranstalter und Vertreter der FKK-Community zusammen, um die Perspektiven für den FKK-Tourismus auf Sardinien zu erörtern. Zu den Rednern gehörten Tourismusrätin Ornella Piras, Regionalrat Valdo Di Nolfo, Bürgermeister von San Vero Milis, Luigi Tedeschi, und die Präsidentin des Nudiverso-Vereins, Pamela Deiana. Im Mittelpunkt der Diskussion stand auch die Barrierefreiheit von Stränden für Menschen mit Behinderungen. Das Programm umfasste Kunstworkshops, Naturerlebnisse im Porto-Conte-Park, literarische Treffen und eine Wanderung (teilweise nackt) auf den Wanderwegen des Monte Timidone – alles im Geiste des Respekts vor Umwelt und Artenvielfalt. Der letzte Tag war dem Umweltschutz gewidmet: In Zusammenarbeit mit dem Umweltamt der Gemeinde und dem Porto-Conte-Park wurde in der Baia delle Ninfe Müll gesammelt. Im Anschluss daran folgte AperiNù, ein geselliges Treffen, das sowohl Naturisten als auch Nicht-Naturisten offenstand und somit ein Symbol für den inklusiven Charakter der Veranstaltung darstellte.
