Die verheerenden Brände auf Sardinien halten unvermindert an. Allein im Juni wurden dort Tausende Hektar Land durch Feuer verwüstet. Auch dieses Wochenende herrscht auf der Insel Ausnahmezustand: Mehrere Brände erfordern den Einsatz der regionalen Feuerwehr, die mit vier Hubschraubern und einem Canadair-Hubschrauber von ihrem Stützpunkt in Olbia aus im Einsatz ist. Besonders schwierig zu bekämpfen ist die Region um Serramanna , wo heute Morgen in der Nähe von Pranu S. Luxeria erneut Flammen ausbrachen.

Um den Schaden einzudämmen, setzte das Forstkorps zwei Hubschrauber ein . Der erste startete vom Stützpunkt Iglesias und wurde später durch einen zweiten Hubschrauber vom Stützpunkt Villasalto verstärkt. Ursprünglich war nur ein Hubschrauber vorgesehen, doch die Ausbreitung des Feuers machte eine Verstärkung der Löschausrüstung notwendig. Ein Team von Forestas, Feuerwehrleute, Freiwillige aus Assemini und die Barracelli aus Serramanna waren ebenfalls an der Brandfront im Einsatz. Die Operationen wurden von der Einsatzleitung der Forststation Sanluri koordiniert.

Am Nachmittag brach in Serdiana , im Gebiet Sedda su Zippiri, ein zweiter Brand aus. Der Einsatzleiter der Forststation Sinnai koordiniert die Löscharbeiten vor Ort. Mehrere Teams des Forstkorps, der Forstbehörde Forestas und Freiwillige sind im Einsatz und werden von einem Hubschrauber der Basis Pula und einem Super Puma der Basis Fenosu unterstützt. Aufgrund des Ausmaßes des Brandes wurde außerdem ein Canadair-Löschflugzeug aus Olbia eingesetzt.

Eine dritte Brandfront wurde in Sulcis eröffnet , wo das Forstkorps im Umland von Portoscuso, im Gebiet Concali de Su Graboni, im Einsatz war. Ein Hubschrauber des Einsatzstützpunkts Iglesias wurde für die Brandbekämpfung mobilisiert.

Unterdessen bereitet sich die Insel auf eine weitere Woche im Ausnahmezustand vor. Für morgen, Montag, den 6. Juli, hat der regionale Zivilschutz eine Warnung vor mittlerer Waldbrandgefahr im Raum Cagliari herausgegeben, die mit dem gelben Warncode gekennzeichnet ist.

Während die Feuerwehr unermüdlich im Einsatz ist und sich auf die nächsten Einsätze vorbereitet, zeigen die ersten Daten für die Sommersaison 2026 eine Verschlechterung der Lage im Vergleich zu den Vorjahren. Seit Jahresbeginn sind auf Sardinien bereits über 900 Brände ausgebrochen – deutlich mehr als der Zehnjahresdurchschnitt von 778. Die Flammen haben sich schon auf 4.283,71 Hektar Land ausgebreitet, verglichen mit einem Zehnjahresdurchschnitt von 2.652 Hektar. Mehr als zwei Drittel der Brände ereigneten sich allein im Juni. Im Juli wurden über 30 Brände gezählt.

(Unioneonline/vf)

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