Am Vorabend des endgültigen Verbots der Honorarärzte ergreift die Region erste Maßnahmen zur Sicherstellung der Notfallversorgung. Die regionale Gesundheitsbehörde (ARES) hat ein zentrales regionales Register für niedergelassene Ärzte für die Notfallversorgung eingerichtet. Bis zum ersten Stichtag gingen 93 Bewerbungen ein, darunter von 12 Fachärzten, 28 Assistenzärzten, 51 approbierten Ärzten und 2 pensionierten Ärzten.

Parallel dazu nimmt das System der Vereinbarungen zwischen den Gesundheitseinrichtungen Gestalt an. Arnas Brotzu und die lokale Gesundheitsbehörde Medio Campidano (ASL) haben eine Vereinbarung unterzeichnet, die es den ärztlichen Leitern von Brotzu ermöglicht, zusätzliche Tätigkeiten in ASL-Einrichtungen zu einem pauschalen regionalen Stundensatz von 140 Euro brutto auszuüben.

Für die Gewerkschaft USB Sanità bleibt das Problem ungelöst: „Zwölf Spezialisten für zwölf Notaufnahmen können keine flächendeckende Versorgung gewährleisten“, sagt Regionalpräsident Gianfranco Angioni. Laut ihm ersetzt die Region, nachdem sie zwischen 2024 und 2025 328 Millionen Euro für Privatpatienten ausgegeben hat, Genossenschaften durch firmeninterne Darlehen von Ärzten und geht damit nicht auf den strukturellen Personalmangel ein.

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