Sechs Jahre lang warteten ältere und gebrechliche Patienten aus der Region Barbagia-Mandrolisai auf die Ankunft einer Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation im Gesundheitsbezirk Sorgono. Dank einer Vereinbarung zwischen der lokalen Gesundheitsbehörde (ASL 3) und dem Universitätsklinikum Monserrato (AOU) konnte der Betrieb vor Kurzem wieder aufgenommen werden. Dadurch konnte Giuliana Salis, Direktorin der Abteilung für Physikalische Medizin und Rehabilitation mit dem Schwerpunkt Rheumatologie, gewonnen werden. Ambulante Sprechstunden finden ab sofort jeden Mittwoch von 9:00 bis 19:00 Uhr in der Klinik statt.

Die Wahl

Für Salis, eine gebürtige Ogliastraerin und Osteoporose-Expertin mit jahrzehntelanger Erfahrung am Universitätsklinikum, in Paris und auf bedeutenden internationalen Konferenzen, bedeutet dies eine Rückkehr zu ihren Wurzeln. Von 2003 bis 2004 war Sorgono einer ihrer Arbeitsorten, bevor sie ihre Karriere im Umland von Cagliari fortsetzte. Sie freut sich, nun 13 Gemeinden, darunter die Zentren in Barigadu, zu unterstützen. „Ich habe ein Krankenhaus gefunden, das sich gegen Schwierigkeiten wehrt und nicht aufgibt“, sagt Salis, die gerade ihren ersten Besuchstag hinter sich hat und von den Verantwortlichen im Gesundheitswesen und den Freiwilligen herzlich empfangen wurde. „Als ich gebeten wurde, nach Sorgono zurückzukehren, habe ich nicht lange gezögert. Ich wollte einen Beitrag zu einer Region leisten, die oft weit von großen Gesundheitseinrichtungen entfernt ist, in der sich aber Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Bereichen mit vollem Einsatz für die Bürgerinnen und Bürger engagieren.“ Sie fügt hinzu: „Es ist ein anspruchsvolles, aber sehr lohnendes Engagement, die stolzen Gesichter der Patientinnen und Patienten zu sehen, die einem die langen Tage danken. Auf diese erste Phase wird sicherlich ein noch intensiveres Engagement folgen.“ Er erklärt: „Dies ist eine Region mit einer hohen Lebenserwartung und vielen gebrechlichen Menschen, die nicht nur präventive Maßnahmen, sondern auch Nachsorge nach traumatischen Ereignissen benötigen. Viele ältere Menschen verlieren oft ihre Unabhängigkeit und sind zu langen Phasen der Immobilität gezwungen. Besonderes Augenmerk wird auf diejenigen gelegt, die an Osteoporose und Knochenbrüchigkeit leiden, und es werden Rehabilitationsmaßnahmen angeboten.“

Zufriedenheit

Die Bezirksdirektorin Paola Raspitzu zeigte sich zufrieden: „Ich danke dem Arzt für seine Entscheidung für uns und der Gesundheitsbehörde Monserrato für die Vereinbarung.“ Das SOS-Komitee ist zuversichtlich: „Mit der Ernennung des Leiters der Einrichtung hat die örtliche Gesundheitsbehörde 3 eine weitere Verpflichtung erfüllt, die uns schon lange Sorgen bereitet hat. Mit der Abteilung für Physikalische Medizin und Rehabilitation gewinnt das Krankenhaus eine weitere wertvolle Einrichtung hinzu.“

Giorgio Ignazio Onano

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