Mordfall Manca: Die Ermittlungen weiten sich aus. Laut Staatsanwaltschaft Oristano handelte Battista Manis, der bis vor zwei Tagen als einziger Verdächtiger im Mordfall Claudio Manca galt, in der Nacht des 24. September des vergangenen Jahres nicht allein. Mit dem Geschäftsmann befanden sich auf der Ringstraße von Terralba auch seine 46-jährige Ehefrau Claudia Abis und sein 26-jähriger Sohn Pietro Paolo Manis. Jeder von ihnen spielte offenbar eine andere Rolle, die ihnen jedoch alle die schwere Anklage wegen Totschlags einbrachte. Staatsanwalt Marco De Crescenzo beantragte die Anklageerhebung gegen alle Beteiligten.

Laut Staatsanwalt De Crescenzo fuhr Claudia Abis an jenem Abend einen VW Golf, in dem sich auch ihr Mann und ihr Sohn befanden. Sie waren auf der Staatsstraße 126 von Arcidano nach Terralba unterwegs, als ihnen Manca auf seinem Fahrrad begegnete. Den Ermittlern zufolge fuhr der Wagen ebenfalls hinter ihm, als der 49-Jährige auf den Ring abbog. Am Kanal kam es zu dem plötzlichen Ausweichmanöver: Der VW erfasste das Fahrrad, und Manca stürzte. Daraufhin stieg Manca offenbar aus dem Auto und schlug, unterstützt von seinem Sohn, brutal auf seinen Rivalen ein. Anschließend attackierte er ihn .Sie hätten ihn sterbend im Graben liegen lassen und wären mit dem Auto weggefahren.

Dies ist die Rekonstruktion der Anklage. Battista Manis (inhaftiert im Gefängnis Sassari und verteidigt von den Anwälten Antonio Pinna Spada und Luigi Porcella) , Claudia Abis und ihr Sohn Pietro Paolo (unterstützt von Roberto Nati und Anna Maria Uras) werden nun am Mittwoch, dem 23., vor dem Vorverhandlungsrichter erscheinen. Mancas Familie, seine Eltern und eine Schwester, werden von Rechtsanwalt Fabio Costa vertreten.

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