Einen Tag nach seiner Ehrung im Quirinalpalast wirkt Jeff Onorato noch immer fassungslos. „Manchmal kann ich selbst kaum glauben, was ich erreicht habe“, gesteht er und denkt an den Händedruck mit dem Staatspräsidenten Sergio Mattarella zurück, der ihm für seine sportlichen und inklusiven Leistungen den Titel „Kommandeur der Republik“ verlieh. Diese Anerkennung besiegelt ein Vermächtnis von Entschlossenheit, Talent und sozialem Engagement. Als Sportler mit Behinderung hat Jeff Onorato bedeutende Kapitel im internationalen Wasserski geschrieben und zahlreiche Welt- und Europameistertitel gewonnen. Seine größte Herausforderung stellt er sich jedoch jeden Sommer am Wasser der Insel Caprera, auf die er besonders stolz ist. Hier gründete und leitet er eine inklusive Wasserskischule, die von Juni bis September geöffnet ist und in der Sport zu einem Mittel für Freiheit, Selbstbestimmung und Gemeinschaft wird.

Und nun? „Ich bin überzeugt, dass alles im Leben geschehen muss“, sagt er, zwischen Ironie und Überzeugung. An Projekten mangelt es nicht: die Schule verbessern, sie noch effizienter und betriebsbereiter gestalten. Aber auch neue persönliche Herausforderungen, Ziele, die – wie er versichert – noch immer bestehende Wünsche erfüllen können. Mit den Details bleibt er jedoch vorsichtig. „Ich setze Dinge lieber erst um und verkünde sie dann.“ Neue Erfolge zeichnen sich ab, nicht weniger wichtig als die bereits erreichten, doch vorerst bleiben sie in der Schublade der konkreten Träume. Er hinterlässt den jungen Menschen eine einfache und direkte Botschaft, fast ein Lebensmotto: „Die kleinste Errungenschaft zählt mehr als das größte angekündigte Projekt.“ Worte, die besser als jede Medaille das Wesen eines Champions beschreiben.

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