In Ollastra gibt es in der Dorfschule eine „besondere“ Klasse, in der sich niemand anders fühlt.
Die neue Lehrmethode wurde in Macerata anlässlich des „Inklusionspreises 2022“ ausgezeichnet.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Um Naturwissenschaften zu erforschen, werden Blumen gepflanzt, die man berühren und riechen kann. Zum Lesen nutzen wir Blindenschrift, das taktile Lese- und Schriftsystem. Zahlen und geometrische Figuren hingegen sind einfach nur Objekte. Ein Beispiel? Eier. Alles muss für alle zugänglich sein, ohne Diskriminierung: eine Reise, die mehrere Kinder gemeinsam in einem speziellen Raum antreten. In einer klassenübergreifenden Gruppe der Grundschule Ollastra, in der ein junger blinder Schüler ist, wird nicht traditionell unterrichtet.
Um zu verhindern, dass sich junge Schülerinnen und Schüler von anderen ausgeschlossen fühlen, revolutionierte ein Lehrerteam seine Unterrichtsmethoden. Es handelt sich nicht um ein Projekt, sondern um eine kontinuierliche, täglich angewandte und weiterentwickelte Praxis. Diese Methode wurde in Macerata im Rahmen des „Premio Inclusione 2022“, der Abschlussveranstaltung der Initiative „Nessuno escluso“ (Niemand wird ausgeschlossen), ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand im Rahmen der „Inklusionswoche“ statt, einer Veranstaltung der Universität Macerata. Das wissenschaftliche Komitee begründete die Preisverleihung damit, dass „der Schulalltag einer jahrgangsübergreifenden Grundschulklasse in ein inklusives und multisensorisches Erlebnis verwandelt wird, in dem jede Schülerin und jeder Schüler Wissen über verschiedene Sinneskanäle erschließen kann und in dem alle durch die Entwicklung von Empathie und sozialem Bewusstsein bereichert werden.“
Die Lehrerinnen Gianna Fara und Rita Delogu vom Simaxis-Gymnasium in Villaurbana nahmen die Auszeichnung in einem vollbesetzten Saal mit Schülern, Universitätsprofessoren und Forschern entgegen. Zum Team gehörten außerdem die Lehrerinnen Serena Carboni, Gigi Mirai, Anna Giugliano und Federica Matteoli. Schulleiter Giuseppe Scarpa sagte: „Wir sind sehr stolz darauf, dass unsere Bemühungen als beispielhaft für die schulische und soziale Inklusion von Menschen mit Sehbehinderung und anderen Menschen anerkannt wurden. Diese Erfahrung lässt uns jeden Moment umso mehr wertschätzen. Es geht immer darum, universell zu denken und nie nur an eine bestimmte Situation zu denken.“
