Oristano: Studenten entdecken den Wert der Palliativmedizin im Angela-Nonnis-Hospiz.
Das Team der Einrichtung traf sich anlässlich des Nationalen Hilfstages mit den Schülern des biomedizinischen Gymnasiums Mariano IV.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Das Ziel war klar: jungen Menschen, die Ärzte, Krankenschwestern oder andere Gesundheitsfachkräfte werden möchten, die Bedeutung der Palliativmedizin zu vermitteln – einer Kombination aus medikamentösen, psychologischen und spirituellen Therapien, die unheilbar Kranken Linderung verschafft. Mit diesem Ziel vor Augen traf sich das Team des Hospizes „Angela Nonnis“ in Oristano mit Schülerinnen und Schülern der vierten Jahrgangsstufe des Gymnasiums „Mariano IV“ unter der Leitung von Schulleiterin Donatella Arzedi.
Das Treffen mit dem Titel „Sein als Linderung“ fand im Vorfeld des 25. Nationalen Tages der Linderung statt. Dieser Tag, der heute, Sonntag, den 31. Mai, begangen wird, wird vom Gesundheitsministerium und der Gigi-Ghirotti-Vereinigung unterstützt und soll eine Kultur der Linderung körperlichen und seelischen Leidens für Menschen mit chronischen oder unheilbaren Krankheiten fördern. Im Fokus stehen dabei die Palliativmedizin und die Humanisierung der Medizin. Den Wert der Palliativmedizin verdeutlichten Hospizdirektor Giuseppe Obinu, Pflegekoordinatorin Simona Pes und Psychologe Emanuele Bilancetta.
„Selbst wenn nichts mehr zu tun ist, gibt es noch viel zu tun“, so das Team. „Dieses ‚viel zu tun‘ liegt im Unterschied zwischen ‚behandeln‘ und ‚heilen‘: Selbst wenn eine Krankheit nicht mehr heilbar ist, kann man den Patienten behandeln, um seine Schmerzen zu lindern und ihm psychologische Unterstützung zu bieten.“ Wie die Gesundheitsbehörde von Oristano (ASL) betont, richtet sich die Aufmerksamkeit des Hospizes nicht nur auf den Patienten, sondern auch auf dessen Angehörige. Diese können rund um die Uhr ohne zeitliche Begrenzung bei ihnen sein und werden ihrerseits vom Personal des Hospizes betreut und versorgt, das zu einer zweiten Familie wird. Das Hospiz in Oristano – ein Zentrum im Palliativversorgungsnetzwerk der ASL 5, das auch im Krankenhaus, ambulant oder zu Hause angeboten wird – verfügt über acht Betten und betreute im Jahr 2025 zusätzlich zu den 210 Patienten, die zu Hause versorgt wurden, 150 Patienten.
„Die Palliativversorgung ist ein grundlegender Bestandteil des Behandlungsprozesses und stellt sicher, dass Patienten auch nach ihrer Genesung ein möglichst friedliches und würdevolles Lebensende genießen können“, sagt Grazia Cattina, Generaldirektorin der lokalen Gesundheitsbehörde (ASL) 5 von Oristano. „Unsere Organisation verfügt über eine hochmoderne Einrichtung, das Hospiz, und ein Team aus Ärzten, Pflegekräften, Sozialarbeitern, einem Psychologen und einem spirituellen Berater, die sich mit großer Professionalität und Mitgefühl um die Patienten und ihre Familien kümmern.“
