Ein angespannter Tag im Massama-Gefängnis. Wie die Gewerkschaft Sinappe berichtete, kam es gestern zu einem regelrechten Aufstand mit Ausschreitungen und Gewalttaten von Häftlingen in mehreren Abteilungen gleichzeitig . In Abteilung 1B zerstörten einige Häftlinge die Flurmöbel, beschädigten eine Wasserleitung und legten ein Feuer.
In der Abteilung 2B zündete ein weiterer Häftling Gegenstände in seiner Zelle an, und nur dem rechtzeitigen Eingreifen der Gefängnispolizei ist es zu verdanken, dass Schlimmeres nicht passiert ist. In der Hochsicherheitsabteilung 2A 3 zerstörte ein anderer Häftling sämtliche Deckenleuchten und verursachte dadurch weiteren Schaden.
Wie Regionalsekretär Raffaele Murtas betonte, wird die Situation durch den gravierenden Personalmangel, der die Sicherheit der Einrichtung ernsthaft gefährdet, noch weiter verschärft. Die diensthabenden Beamten sind völlig erschöpft und müssen Schichten leisten, die jegliche betriebliche Zumutbarkeit übersteigen. Ihre Arbeitsbelastung ist nicht mehr mit den Mindestsicherheitsstandards vereinbar. Trotz dieser Umstände hat das Personal der Gefängnispolizei einmal mehr Professionalität, Besonnenheit und Pflichtbewusstsein bewiesen und es geschafft, die Situation unter extrem schwierigen Bedingungen unter Kontrolle zu bringen.
Sinappe fordert dringend ein sofortiges Eingreifen der Verwaltung, um die Mindestsicherheitsbedingungen wiederherzustellen und das Personal zu verstärken.

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