Dolianova, bedroht von ständigen Geldforderungen: Zehn Jahre Albtraum für eine Arbeiterin
Nach körperlicher Gewalt und tiefem psychischen Stress erkannte die Schwester schließlich, was vor sich ging, und rief die Polizei.(Foto Cc)
Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Ein über ein Jahrzehnt andauernder Albtraum, geprägt von Bedrohungen, körperlicher Gewalt und tiefgreifendem psychischen Leid, fand dank des Hinweises eines Familienmitglieds und des rechtzeitigen Eingreifens der Carabinieri der Polizeistation Dolianova ein Ende. Die Beamten nahmen einen 55-jährigen arbeitslosen Mann auf frischer Tat fest, als er eine über 60-jährige Arbeiterin erpresste.
Die Operation begann, als die Schwester des Opfers die Carabinieri kontaktierte. Beunruhigt darüber, dass ihr Bruder, obwohl er immer eine sichere Arbeit gehabt hatte, nun am Rande der Armut stand, erkannte die Frau den Ernst der Lage und konnte ihren Bruder dazu bringen, die Situation zu erklären . Sie informierte die Beamten daraufhin, dass der Mann sich im Begriff war, sich in der Nähe einer Bank mit seinem Peiniger zu treffen, um erneut Geld zu übergeben.
Die Carabinieri schritten ein und hielten den 55-Jährigen sofort an, nachdem er 650 Euro in bar von dem Opfer erhalten hatte, die er kurz zuvor am Geldautomaten abgehoben hatte.
Die daraufhin eingereichte formelle Anzeige des nun entschlossenen Arbeiters enthüllte ein erschütterndes Bild. Über zehn Jahre lang soll der Mann monatlich Beträge von mindestens 600 Euro zahlen müssen, insgesamt schätzungsweise mehrere Zehntausend Euro. Die Erpressungsforderungen reichen offenbar bis in die frühen 2000er-Jahre zurück, als das Opfer kurzzeitig in einer vom Verdächtigen gemieteten Wohnung gewohnt hatte.
Nach Ablauf des Mietvertrags beschuldigte ihn dieser angeblich eines nicht näher spezifizierten Diebstahls und forderte Geld für sein Schweigen, damit er den Vorfall nicht anzeige. Im Laufe der Jahre entwickelte sich aus den finanziellen Forderungen eine regelrechte Terrorspirale, die auf der totalen psychischen Unterwerfung des Opfers beruhte und durch immer heftigere Drohungen und körperliche Übergriffe angeheizt wurde, die der verängstigte Mann nie den Mut fand, anzuzeigen.
Nachdem der gesamte Vorfall rekonstruiert und das gestohlene Geld sichergestellt worden war, wurde der 55-Jährige zur Polizeiwache gebracht. Nach Abschluss der Formalitäten wurde er bis zu einer Anhörung vor dem Gericht in Cagliari unter Hausarrest gestellt.
(Unioneonline)
