Die andere Seite des Feuers in La Maddalena: „Niemand wollte Geld für Wasser und Essen für diejenigen, die gegen das Feuer kämpften.“
Bürgermeister Fabio Lai: „Die Bars und Supermärkte, die wir kontaktiert haben, haben alles kostenlos abgegeben: Gesten, die wir für immer in Erinnerung behalten werden.“Santa Maria nach dem Brand (Foto des Bürgermeisters)
Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Da ist die Geschichte der Zerstörung, von Flammen, die auflodern, erlöschen und dann wieder aufflammen, erzählt von Canadairs, die in der Dunkelheit nicht eingreifen konnten, während alles in Flammen stand. Und dann sind da die Geschichten von Menschlichkeit und Solidarität, die die Stärke einer Gemeinschaft ausmachen.
Der Bürgermeister von La Maddalena, Fabio Lai, der die Ereignisse, die eine der Perlen des Archipels erschütterten, mit Besorgnis miterlebte, schildert die zwei Seiten dieser Tage des Brandes auf der Insel Santa Maria.
„Es waren lange, schwere Tage, die uns alle auf die Probe stellten. Am schmerzlichsten war aber zweifellos die Einstellung des Canadair-Betriebs bei Sonnenuntergang, als das Feuer noch nicht gelöscht war“, räumt er bitter ein. „Zuzusehen, wie ein Teil des eigenen Landes brennt, und zu wissen, dass man nichts tun kann, einfach nur da zu stehen und dem Vorrücken des Feuers zuzusehen, war eines der schmerzhaftesten Gefühle, die ich je erlebt habe. Eine Trauer, die ich zusammen mit den Bildern jener Stunden immer im Herzen tragen werde.“
Doch es gibt auch eine andere Seite der Medaille: „Dann brach die Nacht herein. Wenig Ressourcen, wenige Möglichkeiten, aber Männer und Frauen, die nicht aufgaben. Die Arbeiter blieben stundenlang dort, bekämpften das Feuer weiter und versuchten mit allen Mitteln, den Schaden zu begrenzen. In diesem Moment“, warnt der Bürgermeister, „ wurde uns wieder einmal bewusst, wie der Mut und das Pflichtgefühl einiger weniger Menschen zu einem Licht in der Dunkelheit werden können. Als alles am aussichtslosesten schien, waren sie immer noch da. Sie verteidigten unser Land, selbst für diejenigen, die aus der Ferne nichts anderes tun konnten, als zu hoffen.“
Und dann ist da noch etwas Wunderschönes: „Etwas, das ich trotz des traurigen Tages teilen möchte. Als wir in Bars, Supermärkte und Geschäfte gingen, um Essen und Getränke für die Einsatzkräfte zu kaufen, wollte niemand dafür bezahlt werden. Niemand! Genau wie unsere jungen Leute, die nachts in Schlauchbooten den Wellen trotzten, um alles nach Santa Maria zu bringen. Vielleicht ist das die romantischste und wahrhaftigste Seite unserer Gemeinschaft: Wenn es wirklich Not gibt, rücken wir alle ein Stück näher zusammen.“
(Unioneonline/E.Fr.)
