Die Gutachten für die Einstürze in der Via Dettori in Cagliari stehen mangels eines Visums der Superintendency noch aus. Die Nachricht – die die Anwohner weiter alarmiert – kommt aus zuverlässiger Quelle und entfacht die Debatte um das Chaos, das in der Marina entstanden ist, neu: Geschäfte, Restaurants und Clubs klagen über einen deutlichen Geschäftsrückgang.

Ursache ist die Sperrung der Straße, der historischen „passillara“, der Flaniermeile von Cagliari aus der Vergangenheit, die seit einiger Zeit zum Zentrum des Nachtlebens am Yachthafen geworden ist.

Via Dettori deserta (lopi)
Via Dettori deserta (lopi)
Via Dettori deserta (lopi)

Das Verbot für Fußgänger, komplett mit Barrieren, der Strecke von der Piazza Mario Aramu zur Piazzetta Savoia, dem Epizentrum der Gefahr, mit den Fassaden der Gebäude voller Risse, hat die Krise beschleunigt, mit vorübergehenden und endgültigen Schließungen auch von Aktivitäten mit ein als tadellos geltendes Geschäftsvolumen bis zur Sperrung der Zufahrt zur Straße.

Abgesehen von der latenten Psychose, die gerade von den Zusammenbrüchen herrührt, locken die oft bergauf führenden Wege zur Via Dettori weder die Einwohner von Cagliari noch die Touristen. Und zu Ostern – so die Befürchtung der Aussteller – starten wieder zahlreiche Ankünfte, auch von der Halbinsel und aus dem Ausland.

Ein Dossier wegen schuldhafter Katastrophe wurde in den vergangenen Tagen bei der Staatsanwaltschaft eröffnet. Und im Regierungspräsidium soll ein gemeinsamer Änderungsantrag mit der Prognose einer Summe von 3 bis 5 Millionen für bauliche Eingriffe und Erfrischungen für Gewerbetreibende vorgelegt werden. Aber die Nachricht vom Stopp der Gutachten aufgrund der Verzögerung des Visums durch die Superintendency scheint zumindest kurios. Nicht nur in den Ohren der Anwohner.

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