Ein neues Kooperationsprojekt zum Umweltschutz und zur Integration, initiiert von der Gemeinde Cabras im Ausländerempfangszentrum Cabras, startete heute Morgen. Ziel des Projekts ist es, Gäste zur aktiven Teilnahme am Gemeindeleben zu ermutigen.

Die von den Abteilungen für Umwelt und Sozialpolitik initiierte Aktion sieht die ehrenamtliche Mitarbeit junger Menschen aus dem Aufnahmezentrum vor. Sie werden im Wechsel in Gruppen von mindestens fünf Personen bei der Müllsammlung auf der Piazza Stagno und in der Umgebung helfen. Die Aktionen finden jeden Donnerstagvormittag von 7:00 bis 10:00 Uhr statt und stehen auch anderen Freiwilligen offen, die sich für ein sauberes Stadtbild engagieren möchten.

„Wir wünschen uns, dass diese jungen Menschen ein positives Beispiel für die Gemeinschaft geben und dass diese Initiative zu einem größeren Bewusstsein für städtisches Verhalten, Respekt vor öffentlichen Plätzen und Umweltschutz beiträgt“, erklärt Carlo Carta, Stadtrat für Umwelt und Abfallwirtschaft. „Das Projekt bietet zudem eine wichtige Gelegenheit zur Integration verschiedener Kulturen. Heute Morgen haben wir die Arbeiten mit großem Enthusiasmus begonnen: Acht Jugendliche haben mit großem Engagement und Präzision die betroffenen Bereiche gründlich gereinigt und den gesammelten Abfall ordnungsgemäß getrennt.“

Das Zentrum beherbergt derzeit 113 Menschen aus verschiedenen Ländern der Welt, darunter Afghanistan, Pakistan, Algerien, Tunesien, China, Nepal, die Türkei, Indien, Irak und Bangladesch. Viele von ihnen sind bereits in die lokale Wirtschaft integriert und arbeiten in der Gastronomie, im Baugewerbe und in der Landwirtschaft. Andere ziehen, sobald sie die erforderlichen Dokumente erhalten haben, in andere Städte, während einige wenige sich aufgrund der einzigartigen Lage für Cabras entschieden haben.

„Das Projekt wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, konkrete Wege der Integration und Selbstbestimmung zu fördern und das Bewusstsein für die Regeln des friedlichen Zusammenlebens sowie deren Achtung zu stärken. Das soziale Wohlergehen dieser jungen Menschen hängt auch von den Beziehungen ab, die sie zur übrigen Bevölkerung aufbauen. Unser Ziel ist es, eine langfristige Partnerschaft zu schaffen, die regelmäßig soziale Projekte ermöglicht und so die Inklusion in unserer Gemeinschaft fördert“, erklärte die Stadträtin für Sozialpolitik, Laura Celletti.

„Die Gäste des Zentrums müssen aktiv am Gemeindeleben teilnehmen können“, sagte Bürgermeisterin Andrea Abis. „Das Cabras Residential Center ist die größte Einrichtung dieser Art in der Provinz, und die Zusammenarbeit mit der Verwaltung ist unerlässlich, um die Voraussetzungen für einen konstruktiven Dialog mit den Bewohnern zu schaffen. Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es gegenseitigen Willens und Kooperation. Integration wird auch durch konkrete Maßnahmen gefördert, die Respekt und Wertschätzung für den Ort zeigen, der sie – wenn auch nur vorübergehend – aufnimmt.“

Bei der gestrigen Präsentation der Initiative im Welcome Center an der Via Tharros wurde betont, dass die Reinigung öffentlicher Plätze nicht nur ein nützlicher Dienst für die Gemeinschaft ist, sondern auch eine Chance zur Wissensvermittlung bietet. Ziel ist es, das Umweltbewusstsein zu stärken, ausgehend von der Idee, dass Respekt vor der Umwelt über die Müllentsorgung hinausgeht und sich auch in einem angemessenen und verantwortungsvollen Verhalten widerspiegelt.

Die Teilnehmer des heutigen Vormittagskurses erhielten Handschuhe, Taschen, T-Shirts und Mützen vom Meeresschutzgebiet Sinis. Besonderes Augenmerk wurde auf die korrekte Mülltrennung und umweltfreundliche Praktiken gelegt.

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