Alghero, der Park der Künste nimmt mit der Paysan-Oper Gestalt an.
Eine essentielle Metapher für Handarbeit und bäuerliche KulturPer restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Nicht nur ländliche Gastfreundschaft, sondern ein Kulturprojekt, das aus der Natur erwächst und als gemeinsames Erlebnis für alle zugänglich ist. In der Landschaft um Alghero nimmt der „Parco delle Arti“ des Biobauernhofs Nure Gestalt an, wo Gastfreundschaft mit dem Wunsch, Wissen, Erinnerungen und Schönheit zu teilen, verschmilzt. Mit dem Werk „Paysan“ des französischen Künstlers Alain Pontarelli macht das Projekt einen entscheidenden Schritt nach vorn.
Die neue Installation, zwei große, mit Stroh gefüllte Eisenhände, die einen vertikalen Holzbalken umklammern, sticht in der Landschaft als kraftvolle Metapher für Handarbeit und ländliche Kultur hervor. Ein eindrucksvolles Symbol, das die Verbindung zur Umwelt stärkt und uralten, immer seltener werdenden Gesten ihre Würde zurückgibt. Sie basiert auf der Vision von Gabriele Monti und seiner Familie, die ihren privaten Raum für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und ihn in einen Treffpunkt verwandelt haben. Nicht nur ein Ort für ökologischen Landbau, Schlafzimmer und Küche, sondern eine lebendige Erzählung des Landlebens, gestaltet durch zeitgenössische Kunst und die greifbare Erinnerung an landwirtschaftliche Arbeit. Das Projekt knüpft an bestehende Installationen an: „I Danzatori delle Stelle“ von Igino Panzino, inspiriert von Sergio Atzeni; „I Semi Non fanno rumore“ von Danilo Sini, das an die Pflugfurche erinnert; und „Asilo Nido“ von Gianni Nieddu, ein Vogelschutzgebiet der Region Nurra.
Und nun Paysan. Eine stimmige Reise, die Kunst und Landschaft in einer nachvollziehbaren Erzählung vereint. Der Biobauernhof Nure präsentiert sich so als Vorbild für einen fortschrittlichen Landwirtschaftsbetrieb, in dem Gastfreundschaft zum Austausch von Wissen und Identität wird. Ein offener Ort, der gutes Essen und Gastfreundschaft bietet, aber auch Einblicke in die Region ermöglicht, unter anderem dank eines kleinen Museums für landwirtschaftliche Geräte. „Nure ist eine römische Stadt zwischen dem Baratzersee und Sant’Imbenia“, erklärt Monti. „Eine Stadt, die heute unsichtbar ist, aber dank der Künstler können wir sie unseren Gästen weiterhin zugänglich machen.“ Die von der Kunsthistorikerin Mariolina Cosseddu kuratierte Eröffnung wurde musikalisch von Maestro Raimondo Dore begleitet.
