Er gab sich als Gynäkologe aus, war aber in Wirklichkeit eine Art „Heiliger“, der behauptete, die medizinischen und emotionalen Probleme seiner Patientinnen durch Gebete und Ratschläge lösen zu können. Unter seinen Opfern war ein achtjähriges Mädchen. Der 71-jährige Mann wurde festgenommen und wegen schweren sexuellen Missbrauchs sowie der Herstellung und des Besitzes von Kinderpornografie in das Gefängnis von Lecce gebracht. Er wurde von der 53-jährigen Mutter des Kindes begleitet. Die beiden, die in Salento wohnen, leben nicht zusammen.

Die in der einstweiligen Verfügung, die der Untersuchungsrichter von Lecce auf Antrag der Staatsanwaltschaft erlassen hat, beanstandeten Tatsachen beziehen sich auf den Zeitraum zwischen August 2024 und August 2025, in dem die beiden Verdächtigen das kleine Mädchen angeblich systematisch dazu zwangen, sexuelle Übergriffe durch den Mann zu erleiden, an denen die Mutter angeblich beteiligt war.

Die Verdächtige soll den Missbrauch auch mit Fotos und Videos dokumentiert und diese zusammen mit anderem kinderpornografischem Material, in dem das Kind vorkam, an den Mann geschickt haben. Bei ihrer Festnahme beschlagnahmten die Carabinieri die Computergeräte beider Verdächtiger. Das Kind wurde in einer Schutzeinrichtung untergebracht, um seine Sicherheit zu gewährleisten und die notwendige Unterstützung und den Genesungsprozess einzuleiten.

Die Ermittlungen, die zur Verhaftung der beiden führten, begannen, nachdem der Vater einer anderen Minderjährigen, einer 17-Jährigen, einen Chat entdeckt hatte. Darin hatte der vermeintliche Heiler seine Tochter wiederholt aufgefordert, ihm intime Fotos zu schicken, die angeblich für ihre Heilung nützlich seien. Der Vater der 17-Jährigen konfrontierte den Heiler daraufhin, um das Handy mit den Fotos seiner Tochter zurückzuerhalten. Nach einem Gerangel gelang es ihm, das Gerät an sich zu bringen. Er übergab es den Carabinieri, die auf dem Handy eine erschreckende Geschichte entdeckten: den Missbrauch eines achtjährigen Mädchens durch den Mann mit der Komplizenschaft der Mutter.

(Unioneonline)

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