Die spanischen Behörden haben eine in Katalonien lebende Frau identifiziert, die Kontakt zu einer niederländischen Staatsbürgerin hatte, die an Bord des Kreuzfahrtschiffs MV Hondius gereist war, auf dem ein Hantavirus-Ausbruch stattgefunden hatte. Sie starb am 25. April, nachdem sie versucht hatte, einen KLM-Flug von Johannesburg in die Niederlande zu besteigen.

Laut dem Koordinierungszentrum für Warnmeldungen und Gesundheitsnotfälle (CCAES) des katalanischen Gesundheitsministeriums wurde die spanische Passagierin bei der ersten Kontaktnachverfolgung nicht identifiziert, da sie auf dem KLM-Flug ihren Sitzplatz gewechselt hatte. Die Niederländerin wurde aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustands vor dem Start aus dem Flugzeug geholt und verstarb am 26. April in einem Krankenhaus in der südafrikanischen Hauptstadt. Die katalanischen Behörden haben bereits die für Hochrisikokontakte erforderlichen Überwachungs- und Kontrollmaßnahmen eingeleitet und die spanische Passagierin in einem Krankenhaus in Katalonien unter Quarantäne gestellt.

Die Frau, so geben Gesundheitsquellen an, „zeigt keinerlei Symptome“. Der Fall ist Teil des in Spanien aktivierten Notfallplans für das Gesundheitswesen im Rahmen einer komplexen internationalen Operation nach dem Ausbruch auf dem Polarkreuzfahrtschiff MV Hondius, das sich derzeit auf dem Weg zu den Kanarischen Inseln befindet und dort voraussichtlich heute Abend – zwischen Samstag und Sonntag – zur Evakuierung der Passagiere eintreffen wird .

Der Hantavirus-Ausbruch an Bord hat bisher drei Todesfälle und acht Infektionen verursacht, von denen sechs von der Weltgesundheitsorganisation bestätigt wurden.

Eine weitere spanische Staatsbürgerin aus Alicante, die am 25. April auf demselben KLM-Flug Kontakt zu der niederländischen Passagierin hatte, wurde gestern in Alicante (Valencia) mit Symptomen, die mit dem Virus vereinbar sind, ins Krankenhaus eingeliefert. Die spanischen Gesundheitsbehörden bestätigten außerdem, dass sie eine südafrikanische Staatsbürgerin ausfindig gemacht haben , die auf demselben Flug kurzzeitig Kontakt zu der erkrankten Niederländerin hatte. Sie verbrachte anschließend eine Woche in Barcelona, bevor sie in ihr Heimatland zurückkehrte. Die Frau ist nach Südafrika zurückgekehrt und zeigt keine Symptome des Virus. Die vom Gesundheitsministerium durchgeführte epidemiologische Untersuchung bestätigte, dass sie sich während ihres Aufenthalts in Spanien allein in einem Hotel aufgehalten und keinen Kontakt zu anderen Personen gehabt hatte.

(Unioneonline)

© Riproduzione riservata