Sechsunddreißig Schulen und fast 10.000 Schüler aus der Provinz nahmen an der neunten Auflage des Projekts „Einfordern von Recht und Ordnung“ teil, einer Initiative der Staatspolizei und des Polizeipräsidiums, die gestern im Auditorium des Technischen Zentrums Devilla in Sassari vorgestellt wurde. Im Rahmen der verschiedenen Bildungsprogramme, die im Schuljahr 2025/26 durchgeführt wurden, trafen sich Polizeibeamte mit Schülern und diskutierten Themen wie Recht und Ordnung, Verkehrssicherheit, Cybersicherheit, geschlechtsspezifische Gewalt und Inklusion.

In Form von Ad-hoc-Seminaren wurden Themen behandelt, die für junge Menschen von großer Bedeutung sind: der richtige Umgang mit dem Internet und Cybersicherheit, die Risiken des Alkohol- und Drogenmissbrauchs sowie die Verkehrssicherheit.

Wie Virginia Martinazzi, die Leiterin der Flying Squad und Koordinatorin der Arbeit, betonte, konzentrierte sich die Sensibilisierungsarbeit auch auf die Themen Mobbing und Cybermobbing.

„Die Notlage betrifft Kinder“, sagt Anna Maria Massenti, Leiterin des sechsten Büros des sardischen Schulamts. „Kommunikationskanäle dringen immer stärker in ihre Privatsphäre ein.“ Sie ist für die Schulen in fast 70 Städten und Gemeinden zuständig. „Wir beobachten jedoch, dass sich Lehrkräfte und Schulleitungen intensiv darum bemühen, die Kinder auf den richtigen Weg zu führen.“ Und obwohl es in den Schulen Vertreter der Justiz gibt, betont die Leiterin: „Die Perspektive der Strafverfolgungsbehörden ist privilegiert, und sie verstehen die Abläufe und erkennen konkrete Gefahren.“

Ein erhebliches Risiko stellt die seit Langem hohe Schulabbrecherquote Sardiniens dar, die oft auf soziale Ausgrenzung zurückzuführen ist, gegen die man sich bereits einsetzt. Solche Grenzsituationen gibt es auch in Sassari, wo die Staatspolizei kürzlich eingreifen musste, um eine Jugendbande zu zerschlagen, die Diebstähle beging und Gewalt gegen Gleichaltrige und sogar Erwachsene ausübte.

„Es gibt eine Art Wiederaufleben dieser Jugendphänomene“, sagt Polizeichef Filiberto Mastrapasqua aus Sassari. „Ich möchte jedoch betonen, dass dies kein Problem der Polizei ist. Wir müssen uns der kritischen Themen, die die jüngeren Generationen ansprechen, stärker bewusst werden. Ich glaube nicht, dass sich Sassari in einer kritischen Lage befindet, aber es ist ein Phänomen, das beobachtet werden muss.“ Der Polizeichef appellierte anschließend an die Schüler, sich an die Regeln zu halten, um ihre Gemeinschaft weiterzuentwickeln.

Bei der Veranstaltung, an der rund 350 Schüler teilnahmen, war auch Präfektin Grazia La Fauci anwesend, die alle, insbesondere die Jüngeren, zur Feier des italienischen Republiktags am 2. Juni einlud. Schulleiterin Nicoletta Puggioni, die gleichzeitig Kulturdezernentin der Gemeinde Sassari ist, erklärte: „Wir dürfen nie müde werden, zu lehren, was erlaubt ist.“

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