Vorschau auf den neuen Emilio-Lussu-Preis in Cagliari
Biancospino erläutert die Poesie von „Heidnische Riten“ mit der Autorin Giorgia Bruni im Gespräch mit Lorella CostaPer restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Poesie als Raum zum Zuhören und Nachdenken – eine neue Vorschau auf ein mit Spannung erwartetes Ereignis: Das Vorprogramm des zwölften Emilio-Lussu-Preisfestivals in Cagliari wird fortgesetzt. Am Freitag findet ab 18 Uhr in den Räumlichkeiten von Biancospino Dispensa auf der Piazza San Cosimo 6 die Präsentation von „ Riti pagani “ (Nulla Die, 2025) im Rahmen eines Dialogs zwischen der Autorin Giorgia Bruni und der Journalistin Lorella Costa statt. Im Anschluss lädt der Verein L’Alambicco erneut zu einem Aperitif ein.
Auch in diesem Jahr entfaltet sich die Reise zum Festival durch verschiedene literarische Sprachen und Sensibilitäten, doch stets steht das Wort im Mittelpunkt als Werkzeug zur Erforschung der Gegenwart. In diesem Rahmen nimmt Brunis Poetik eine gleichermaßen intime wie universelle Perspektive in ihrer Auseinandersetzung mit tiefgründigen Themen ein . „Pagan Rites“ ist ihr erster Gedichtband , unterteilt in zwei Abschnitte, in denen die Lyrik zur Form der Forschung und Erkundung wird und das Heilige jenseits traditioneller Kanons anhand von Themen wie Tod, Schmerz und der zeitgenössischen Existenz erforscht. Ihr Schreiben offenbart so einen zarten und doch unruhigen Blick auf die Menschheit , im Spannungsfeld zwischen dem Bedürfnis nach Sinn und dem Bewusstsein ihrer Zerbrechlichkeit.
Die 1990 in Rom geborene Bruni schloss ihr Studium an der Sapienza-Universität mit einer Arbeit über Pasolinis „Trilogie des Lebens“ ab und promovierte 2019 im Fach Filmwissenschaft mit einer Studie über die Zensur des Autors von „Salò“. Dieses Interesse führte sie auch zur Zusammenarbeit mit der Zeitschrift „Studi Pasoliniani“ und zum Verfassen von Essays über das Werk des friaulischen Schriftstellers und Regisseurs. Ihr Debütroman „ La notte dell'addio “ erschien 2025 bei Nulla Die.
