Der Unternehmer aus Aggius reiste zusammen mit Rossello und Biancone ab. Die Ankunft ist für den 2. Oktober geplant, nachdem sie die Gallura und das Gebiet um Nuoro durchquert haben.

Eine Reise wie aus einer anderen Zeit begann heute Morgen kurz nach 10:30 Uhr in Porto Pozzo, einem Dorf in Santa Teresa Gallura. Gianfranco Serra, ein Unternehmer aus Aggius, machte sich auf den Weg in einem Holzwagen, gezogen von zwei jungen Ochsen, Rossello und Biancone, beide zweieinhalb Jahre alt. „Die Insel im Ochsenkarren, auf den Pfaden der Erinnerung“ – so lautet der Titel für die gemächliche Fahrt durch Gallura und einen Teil der Region Nuoro, mit Ziel Nuoro, wo Serra am 2. Oktober erwartet wird. Von der Küste Santa Teresa Galluras führt die Route vorbei an Luogosanto, Aggius und Tempio, bevor sie weiter nach Berchidda, Oschiri, Buddusò, Bitti und Orune führt.

Eine Reise der Identität und Kultur, zugleich aber auch eine bewusste Entscheidung gegen den Strom im Zeitalter von Geschwindigkeit und künstlicher Intelligenz. „Ich bin genug in großen Flugzeugen gereist, von Rom nach Sydney und von Rom nach New York. Jetzt wollte ich nach Hause, meine Ochsen einladen und langsam wandern, alles um mich herum beobachten, sogar die Sterne in der Nacht“, sagt Serra. „Bei diesem Tempo können wir gar nichts mehr wahrnehmen.“ Die Route führt größtenteils über Feldwege und Nebenstraßen, mit unvermeidlichen Abschnitten auf Landstraßen. Serra wird auch kleine Dörfer und alte, oft verlassene Cussorge passieren: „Es sind wunderschöne Orte. Wer weiß, vielleicht können wir jemanden überzeugen, sie wiederzubeleben.“ Entlang der Route sind öffentliche Veranstaltungen geplant. In Tempio wird einer der Hauptorte dem Thema „Entschleunigung“ gewidmet sein, mit Vorträgen, kulturellen Veranstaltungen und Verkostungen; weitere Initiativen sind in anderen Orten geplant.

Serra wird nicht ganz allein reisen. Einige Begleitfahrzeuge werden dem Wagen folgen, um bei unvorhergesehenen Ereignissen einzugreifen und Rossello und Biancone zu unterstützen. „Wenn ein Ochse Probleme hat, halten wir an, wie früher. Genau darum geht es bei der Reise.“ Eine Rückkehr zur Langsamkeit also, nicht aus Nostalgie, sondern als Gelegenheit, die Landschaft Schritt für Schritt neu zu entdecken.

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