Einhundert Boote, die zwar auf italienische Einwohner zurückführbar waren, operierten in italienischen Gewässern unter ausländischer Flagge und wurden den italienischen Steuerbehörden nicht gemeldet ; ihr Gesamtwert betrug 48 Millionen Euro.

Controlli della Guardia di Finanza in porto a Cagliari
Controlli della Guardia di Finanza in porto a Cagliari

Controlli della Guardia di Finanza in porto a Cagliari 

Die Entdeckung gelang der Luft- und Marineoperationseinheit der Guardia di Finanza in Cagliari im Rahmen der Operation „Red Jack“, einer der größten Wirtschafts- und Finanzermittlungsaktionen im Bereich der Freizeitschifffahrt. Die Strafen können je nach Kauf- oder Marktwert der nicht deklarierten Waren bis zu 23 Millionen Euro betragen .

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Die ROAN-Ermittlungen begannen 2025, nachdem nach einer routinemäßigen Polizeikontrolle auf See eine umfassende Überprüfung der sardischen Häfen eingeleitet wurde. Die Guardia di Finanza (italienische Finanzpolizei) ging gegen das sogenannte „Flagging-out“ vor, eine Strategie, die italienische Privatpersonen häufig nutzen, um das nationale Steuersystem zu umgehen, indem sie Yachten und Sportboote im Ausland registrieren. „Diese Praxis, die darauf abzielt, Verwaltungs- und Versicherungskosten zu senken, wird oft missbraucht, um die Transparenzpflichten gegenüber dem Finanzamt zu umgehen“, erklärt die Guardia di Finanza. „ Im Mittelpunkt der Operation stand die Überprüfung der Einhaltung der Vorschriften zur Steuerüberwachung. Diese verpflichten italienische Einwohner, den Besitz von im Ausland registriertem beweglichem Vermögen unverzüglich im Abschnitt „RW“ ihrer Steuererklärung anzugeben.“

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Im Wesentlichen stellt die Nichtangabe von im Ausland registrierten Vermögenswerten in der Steuererklärung einen Verstoß dar, der darauf abzielt, die tatsächliche Steuerfähigkeit des Steuerpflichtigen gegenüber den Steuerbehörden zu verschleiern. „Und unterliegt daher gemäß geltendem Recht Strafen, die sich nach dem Wert des Vermögenswerts richten.“ Die von der Marinestation der Guardia di Finanza in Cagliari durchgeführten Ermittlungen „haben umfangreiche Ausmaße angenommen, auch im Hinblick auf den steuerlichen Wohnsitz der verschiedenen Eigentümer des Sportbootes“, fügt die Guardia di Finanza hinzu. Die akribische Rekonstruktion „ermöglichte es uns, die über das ganze Land verteilten Personen, die ihre Steuererklärungen nicht abgegeben hatten, durch gezielte Maßnahmen zahlreicher Einheiten des Korps ausfindig zu machen.“

(Unioneonline/E.Fr.)

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