Stagnierende Löhne und untragbare Arbeitsbelastung: Beschäftigte im privaten Gesundheitswesen demonstrieren auf der Straße
CGIL, CISL und UIL haben für Freitag zu einem Streik aufgerufen; auch Sarden sind in Rom, um auf der Piazza Santi Apostoli zu demonstrieren.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Das Versäumnis, nationale Tarifverträge zu erneuern, hat eine untragbare Situation geschaffen: stagnierende Löhne, drastisch gesunkene Kaufkraft und die völlige Missachtung der täglichen Arbeit Tausender privater Gesundheitsfachkräfte. Gleichzeitig arbeiten Gesundheitseinrichtungen aufgrund chronischen Personalmangels, stetig steigender Arbeitsbelastung, anspruchsvoller und oft unhaltbarer Schichten sowie einer wachsenden wirtschaftlichen und regulatorischen Kluft zum öffentlichen Sektor unter immer schwierigeren Bedingungen.
So erklären Fp Cgil Cagliari, Cisl Fp Cagliari und Uil Fp Cagliari ihre Gründe für die Teilnahme am landesweiten Streik, zu dem für den gesamten 17. April aufgerufen wurde – die Demonstration findet in Rom von 9:00 bis 13:00 Uhr auf der Piazza Santi Apostoli statt – an dem sich Arbeiter in den Betrieben beteiligen, die den Tarifverträgen Aiop/Aris Sanità privata, Aiop Rsa und Aris Rsa-Cdr unterliegen.
Die akkreditierte private Gesundheitsversorgung in Sardinien ist heute ein zentraler Bestandteil des regionalen Gesundheitssystems und bietet täglich Tausenden von Bürgern Krankenhaus-, Rehabilitations- und Sozialleistungen. Dieses System, das größtenteils aus öffentlichen Mitteln finanziert wird, steht vor einer zunehmenden und nicht mehr tragbaren Herausforderung: der ausbleibenden Erneuerung nationaler Tarifverträge, betont Guido Sarritzu, Gebietskoordinator für das Gesundheitswesen beim CISL FP. Dieser Sektor umfasst Pflegeheime, betreute Wohneinrichtungen und Rehabilitationskliniken, die Tausende von Mitarbeitern beschäftigen – darunter Pflegekräfte, Pflegehelfer, Techniker und Verwaltungspersonal – und wichtige Dienstleistungen erbringen, insbesondere für die schutzbedürftigsten Bevölkerungsgruppen. Sarritzu betont jedoch, dass die Vertragsbedingungen der Beschäftigten angesichts dieser strategischen Rolle und der erheblichen öffentlichen Förderung nicht mehr tragbar sind. Trotz Hunderter Millionen Euro an öffentlichen Mitteln, die jährlich für die akkreditierte private Gesundheitsversorgung in Sardinien bereitgestellt werden, besteht weiterhin ein deutliches Ungleichgewicht zwischen der Höhe der Finanzierung dieser Einrichtungen und der finanziellen und beruflichen Anerkennung ihrer Mitarbeiter. Ein Ungleichgewicht, das nicht nur die Würde der Arbeit, sondern auch die Gesamtstabilität des Systems und die Qualität der den Bürgern angebotenen Dienstleistungen gefährdet.“
