Die Carabinieri kehrten ins Krankenhaus zurück, jedoch nur, um die Sterbeurkunde von Michela Rubiu zu erhalten, der 47-jährigen Frau, die am 23. Juli im Morgengrauen durch einen Schuss ihres Ehemannes verletzt worden war und heute Morgen im Brotzu starb, ohne jemals wieder zu Bewusstsein gekommen zu sein.

Eine Bescheinigung, die der laufenden Ermittlungsakte beigefügt und an den stellvertretenden Staatsanwalt Giangiacomo Pilia weitergeleitet werden soll, um die Anklage gegen Alessandro Pintus , 39, zu ändern, der nun wegen zweifachen versuchten Mordes angeklagt ist, nachdem er am selben Tag, an dem er seine Frau erschoss, seinen Bruder Andrea, 39, im Haus seiner Eltern in Quartu getötet hatte.

Ein schrecklicher Vorfall, dessen Motiv noch von den Carabinieri der Quartu Company, der Ermittlungseinheit und dem RIS von Cagliari untersucht wird .

Die Nachricht vom Tod Michela Rubius erreichte heute Morgen das Touristendorf Solanas und löste tiefe Trauer unter den Einwohnern aus. Gerichtsmediziner Roberto Demontis wird voraussichtlich morgen oder spätestens Mittwoch eine Obduktion durchführen. Ein Beerdigungstermin steht noch nicht fest.

Unterdessen hat die Bürgermeisterin von Sinnai, Barbara Pusceddu, einen Trauertag ausgerufen. „Leider“, schrieb sie, „hat uns die Nachricht erreicht, die unsere Gemeinde inständig befürchtet hatte. Es gibt Momente, in denen die Rolle der Bürgermeisterin und die Pflicht gegenüber der Institution mit Menschlichkeit und unsäglichem Schmerz verschmelzen, angesichts einer Tragödie, die zu groß und ungerecht ist, um sie zu erklären. Die Nachricht von Michelas barbarischem Femizid versetzt die Gemeinden von Sinnai und Solanas in tiefen Schock , Bestürzung und aufrichtige Wut.“

Wenn eine Region von solch grausamer Gewalt so tief getroffen wird, wird die Tragödie einer Familie unweigerlich zu einer Tragödie für uns alle. Keine Worte können den Abgrund eines so brutal beendeten Lebens füllen oder die Schwere einer sozialen Geißel auslöschen, die Frauen im Herzen unserer Gesellschaft weiterhin schwer trifft.

Und so zum Schluss: „Im Namen der gesamten Stadt Sinnai, der Stadtverwaltung und aller Bürgerinnen und Bürger spreche ich Michelas Mutter, ihren Kindern, ihrer Familie und allen Angehörigen mein tiefstes Mitgefühl, meinen Respekt und meine Zuneigung aus. In diesem Moment unermesslicher Trauer steht unsere Gemeinschaft zusammen und versichert Ihnen, dass Sie nicht allein sind und auch in Zukunft nicht allein sein werden. Um das Beileid aller Bürgerinnen und Bürger auszudrücken und Michelas Andenken zu ehren, werde ich nach den Worten ihrer Familie einen Trauertag ausrufen. Ich lade alle ein, sich in einem Moment der Stille und Besinnung anzuschließen und so die Ablehnung jeglicher Gewalt durch unsere gesamte Gemeinschaft mit Nachdruck zu bekräftigen.“

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