Serdianas großes Herz: Ein Zeichen der Solidarität nach dem Betrug von Don Cugusi
Fast das gesamte Geld aus der Pfarrei San Salvatore, etwa 69.000 Euro, konnte innerhalb weniger Tage wiedergefunden werden.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Niemand will es ein Wunder nennen, aber was im Dorf Parteolla geschah, war gewiss nicht alltäglich. Dank einer Welle der Solidarität konnte die Pfarrei San Salvatore innerhalb weniger Tage fast ihr gesamtes Vermögen – rund 69.000 Euro – zurückerhalten, das Pfarrer Mario Cugusi von einem Betrüger gestohlen worden war. Gemeindemitglieder, Freunde und Bekannte eilten dem Priester zu Hilfe, um die entstandene Lücke zu schließen.
„Die Gemeinden von Serdiana und Parteolla haben außerordentlich reagiert“, sagt Don Mario. „Ich habe Spenden von vielen Gemeindemitgliedern sowie aus Cagliari und anderen Städten Sardiniens erhalten. Ein besonderer Dank gilt den Weingütern für ihre großzügige und diskrete Unterstützung. Und natürlich unserem Bischof, Monsignore Giuseppe Baturi. Er war letzten Sonntag zum Patronatsfest hier; er hat uns Hilfe versprochen, und genau das hat er getan.“
Am 30. April erhielt Pfarrer Mario Cugusi einen Anruf auf seinem Festnetzanschluss. Ein Mann gab sich als Polizeibeamter aus und meldete verdächtige Aktivitäten auf seinem Bankkonto. Es handelte sich um einen sorgfältig inszenierten Betrug, der durch die auf offiziellem Briefpapier der Staatspolizei versandten Dokumente noch glaubwürdiger wirkte. Nachdem der Betrug aufgedeckt worden war, entstand eine Bürgerinitiative, die Pfarrer Mario dabei helfen sollte, sein unrechtmäßig erworbenes Geld zurückzuerhalten.
Vor wenigen Tagen wurden Gelder aus einem regionalen Zuschuss für die Restaurierung der Landkirche Santa Maria di Sibiola, einem Juwel romanischer Kunst auf Sardinien, auf das Pfarrkonto eingezahlt. Dank der Großzügigkeit der Gemeinde kann Don Mario nun seinen vertraglichen Verpflichtungen gegenüber den Restaurierungsfirmen nachkommen. Hätte er seinen Verpflichtungen nicht nachkommen können, wäre der gesamte regionale Zuschuss verfallen. „Wir können aufatmen. Mit den gesammelten Geldern können wir die Rechnungen für die zweite Bauphase begleichen. Es wird keine Verzögerungen geben.“
