Selargius nimmt unter Tränen Abschied von Riccardo Piras. Seine Mutter: „Du warst ein Geschenk des Himmels.“
Die Kirche Santissimo Salvatore konnte die vielen Menschen, die sich unter Tränen und Schmerz zum letzten Abschied versammelt hatten, nicht fassen.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
In der ganzen Stadt herrschte ohrenbetäubende Stille, die nur vom Läuten der Kirchenglocken und der unaufhörlichen, andächtigen Prozession zur Pfarrkirche Santissimo Salvatore unterbrochen wurde. Die Kirche in Selargius hatten die Eltern von Riccardo Piras – dem 24-Jährigen, der auf der Viale Colombo in Quartu von einem Roller erfasst wurde und nach tagelangen Qualen starb – gewählt, um Abschied von ihrem fröhlichen, willensstarken Sohn mit seinem goldenen Herzen zu nehmen. Dieselbe Großzügigkeit bewies die Familie, indem sie nach der Tragödie beschloss, die Organe des Jungen zu spenden und so anderen Leben zu retten.
Eine Entscheidung, die Tragödie in Hoffnung verwandelte, obwohl Schmerz und Leere bleiben. Mutter Patrizia und Vater Pino sitzen Hand in Hand in der ersten Reihe, zusammen mit den Schwestern des Jungen – Francesca und Nicoletta – und dem Rest der Familie. Ihre Blicke ruhen auf Riccardos Foto über dem Sarg am Fuße des Altars, Tränen rinnen ihnen über die Wangen. Draußen versucht die Sonne, diesen traurigen Tag für alle etwas zu erhellen.
Unter den Anwesenden waren Freunde, Arbeitskollegen in Uniform und Kommilitonen, seine Maracalagonis-Teamkollegen in ihren blauen Trikots sowie die jungen Spieler, mit denen er in der Vergangenheit sportliche Abenteuer erlebt hatte: von Quartu 2000 bis Futura Calcio. Die Leidenschaft für Fußball wurde ihm in der Familie weitergegeben, insbesondere von seinem Onkel Gigi, einem ehemaligen Stürmer der Rossoblu. Doch er gab Musik und Studium nie auf. Auch die Pfadfindergruppe Selargius Agesci, der Riccardo jahrelang angehörte, war anwesend – eine so große Gruppe, dass der Pfarrsaal an der Piazza Don Orione kaum Platz bot.
Am Ende der Predigt verabschiedete sich die Gruppe auf dem Kirchhof. Ein tränenreicher und schmerzlicher Abschied, untermalt von einem seiner Lieder, und alle Blicke gen Himmel gerichtet: „Flieg hoch, Riccardo.“ Darauf folgte langer Applaus.
