Von Anwohnern stark kritisiert, von Geschäftsleuten jedoch gefordert: In der Via D'Annunzio in Quartu haben Geschäftsleute wiederholt Anträge an den Stadtrat gerichtet, blaue Linien entlang der Straße anzubringen. Die Parkgebühren waren im Rahmen des vorherigen Vertrags abgeschafft worden, da dies notwendig geworden war, um ein Gleichgewicht zwischen blauen und weißen Zonen zu wahren und kostenlose Parkplätze in den umliegenden Straßen zu schaffen, die größtenteils von blauen Linien geprägt sind – Via Marconi, Piazza Sant'Elena, Via Porcu und Piazza Azuni.

Wer also kein Ticket bezahlen will, landet auf der Via D'Annunzio. Die Folge? Autos stehen den ganzen Tag ungenutzt herum, ohne dass jemand einen anderen Parkplatz bekommt. „Das ist ein enormer Verlust für uns“, sagt Teresa Piras, die mitten auf der Straße einen Friseurbedarfsladen betreibt, denn „hier gibt es so viele Geschäfte, und wir haben, wie alle anderen auch, das Recht auf einen anderen Parkplatz.“ Deshalb „haben wir Dutzende von Einschreiben an die Stadtverwaltung und die örtliche Polizei geschickt und darum gebeten, die blauen Linien wieder einzuführen. Außerdem gibt es weder Behindertenparkplätze noch Ladezonen, die für die Geschäfte unerlässlich sind.“

Das Parkplatzproblem wurde kürzlich auch vor dem Wochenmarkt an der Piazza Dessì von denselben Betreibern angesprochen. Hier ist die Situation anders: Die blauen Parkplätze sind zwar vorhanden, aber ständig von Anwohnern belegt, die ihre Autos mit einer Halbjahreskarte für 20 Euro ganztägig abstellen können. Es wurde beantragt, die Regelung zu überdenken und die Parkausweispflicht in diesem Bereich aufzuheben, doch es hat sich nichts geändert. Die gesamte Altstadt leidet unter chronischem Parkplatzmangel, insbesondere in engen Straßen wie Funtan'e Ortus und im Viertel Cepola, wo Falschparken weit verbreitet ist und Anwohner oft Schwierigkeiten haben, überhaupt in ihre Häuser zu gelangen, weil Autos direkt vor ihren Toren parken.

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