Aufgerissene Mülltonnen, zerschlagene Flaschen, ohrenbetäubender Lärm . Für die Anwohner der Via dei Gremi in Sassari ist das Wochenende ein Albtraum, aus dem sie erst montags erwachen. „Dutzende Jugendliche“, sagen sie anonym, „kommen nachmittags und gehen spät abends.“ Hinzu kommt der exzessive Alkoholkonsum von Jugendlichen, sowohl Jungen als auch Mädchen.

„Sie werden immer wütender, je mehr sie trinken, und fangen an zu schreien, zu streiten, und irgendwann werfen sie Flaschen.“ In den Straßengärten gleicht der Friedhof aus Glasscherben und Müll, der auf dem Boden verstreut liegt, dem Bild, das der Müllwerker in den frühen Morgenstunden vorfindet. Diesmal war sogar ein Abfalleimer umgerissen und auf den Rasen geworfen worden.

„Es ist jede Woche dasselbe“, klagen sie. „Wir haben uns schon oft beschwert, ohne eine Antwort zu erhalten.“ Sie fühlen sich wie Geiseln und warten jeden Montag auf ihre Freilassung.

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