Sardinien, die Abwanderung der Jugend und die Probleme der Unternehmen geben Anlass zur Sorge: „Es herrscht ein Arbeitskräftemangel von 74.000.“
In den letzten zehn Jahren ist die Bevölkerung im Alter von 15 bis 34 Jahren um etwa 60.000 Menschen, also 17 % der Gesamtbevölkerung, zurückgegangen. Südsardinien ist die am stärksten betroffene Region des Landes.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Es herrscht ein Mangel an jungen Menschen, ein Mangel an den von Unternehmen benötigten Fachkräften, und die demografische Lage verschärft sich stetig. Diese explosive Mischung gefährdet die Stabilität des Arbeitsmarktes und möglicherweise (aber nicht allzu fern) auch das Sozialversicherungssystem.
Der Zusammenbruch
Sardinien ist ein Land der Alten; in den letzten zehn Jahren ist die Bevölkerung im Alter von 15 bis 34 Jahren um rund 60.000 Menschen, also über 17 % der Gesamtbevölkerung, zurückgegangen (wir liegen damit in Italien an zweiter Stelle nach Kalabrien). Zahlreiche Produktionszweige stehen vor enormen Schwierigkeiten; Schätzungen von Wirtschaftsverbänden zufolge fehlen über 74.000 Fachkräfte. Confindustria warnte in ihrer Analyse vom Juli, dass die Insel mindestens 1.900 Fachkräfte benötigt.
Die Unternehmen
„Sardische Unternehmen berichten zunehmend von Schwierigkeiten bei der Suche nach Profilen, die ihren betrieblichen und Entwicklungsbedürfnissen entsprechen“, betont Andrea Porcu, Generaldirektor von Confindustria. „Es fehlen Profile für Branchen mit schnellem technologischen und organisatorischen Wandel, aber auch solche in traditionellen Schlüsselbranchen wie der Holzverarbeitung, dem Baugewerbe und der Sanitärinstallation sind nicht mehr vorhanden, wenn nicht gar ausgestorben.“
Er fährt fort: „Der dramatische Bevölkerungsrückgang, verbunden mit dem Inselstatus, der unsere Region vom Zustrom potenzieller neuer Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Ländern abschneidet, wird sich ebenfalls stark auf den Arbeitsmarkt auswirken, der zunehmend nicht mehr mit der Nachfrage übereinstimmt. Wir sind zutiefst besorgt.“
Die Gebiete
Die Provinz Südsardinien ist die am stärksten betroffene Region des Landes: In zehn Jahren verzeichnete sie einen Rückgang von 24 % (-17.905); Oristano liegt an zweiter Stelle (-22,7 %); Nuoro an neunter Stelle (-18); aber auch Sassari und Cagliari befinden sich an der Spitze der Liste.
UIL-Generalsekretärin Fulvia Murru bringt das Problem auf den Punkt: „Wenn eine Region ihre jungen Leute verliert, verliert sie ihre Arbeitskräfte, ihre Innovationsfähigkeit, ihre Fähigkeit, Wohlstand zu schaffen und den Generationenwechsel zu sichern. Diese Dynamik birgt die Gefahr, die wirtschaftliche und soziale Zukunft der Insel zu gefährden.“
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