Santa Gilla, Fischer rebellieren: „Bereit, tote Muscheln in die Region zu bringen.“
Millionenschäden in Euro, 150 Tonnen Muschelverluste durch Rekordhitze und Unternehmen am Rande des Bankrotts – das ist die dramatische Lage in der Lagune.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Die Lage in der Lagune von Santa Gilla ist kritisch. Die lokale Fischerei und Muschelzucht befinden sich in einer beispiellosen Krise. Die Betreiber drohen nun mit Protestaktionen vor Regierungsgebäuden: „Die Fischer sind bereit, dem Regionalrat tote Muscheln zu bringen“, erklärt Alessandro Sorgia, Regionalrat der Liga Unabhängiger Staaten (FdI). Sorgia kündigte an, einen Dringlichkeitsantrag beim Regionalrat einzureichen, um dessen völlige Untätigkeit angesichts der gravierenden Probleme der Lagune anzuprangern.
Der Oppositionsvertreter formalisierte die Inspektion, um die gravierenden Probleme der Mitglieder des Teichkonsortiums von Cagliari aufzudecken.
Laut Sorgia ist die Krise auf die Schäden durch die Überschwemmungen und den Zyklon Harry zurückzuführen. Diese Ereignisse hatten das Gleichgewicht der Lagune bereits gestört und Schäden in Höhe von schätzungsweise mindestens 2 Millionen Euro durch zerstörte Muschelreihen und Fangverluste verursacht. Hinzu kommen die jüngsten Auswirkungen der ungewöhnlichen Hitze, die zu weiteren verheerenden Verlusten von schätzungsweise 120 bis 150 Tonnen Muscheln geführt haben.
„Angesichts dieser wirtschaftlichen und sozialen Katastrophe haben sich die Besuche von Präsident Todde beim Konsortium als Farce erwiesen“, kritisiert Sorgia und wirft der Verwaltung der Gelder vor: „Es werden leere Versprechungen gemacht, nur um dann festzustellen, dass die Region lediglich beabsichtigt, der Universität und Agris Räumlichkeiten zuzuweisen. Bei allem Respekt vor der wissenschaftlichen Forschung, die in dieser Notlage keine Priorität hat, ist es inakzeptabel und politisch unredlich, diese Maßnahmen als ‚Gelder für Fischer‘ auszugeben.“ Die Regierung Todde beweist ein völliges Unverständnis für die tatsächlichen Produktionsabläufe der Branche.
„Jetzt reicht es aber“, resümiert Sorgia scharf, „und die Leute sind verzweifelt. Die Fischer sind bereit, zu den Regierungsgebäuden zu gehen und dort tonnenweise tote Muscheln abzuladen.“
(Unioneonline/En.Ne.)
