Nach 48 Stunden des Schweigens reagierte Carmen Murru öffentlich, nachdem sie aus der von Bürgermeister Massimiliano Sanna geführten Regierung ausgeschlossen und stattdessen Giulia Murgia, ebenfalls Mitglied der UDC, ernannt worden war.

„Mit tiefem Bedauern habe ich am Dienstag von der Entscheidung Bürgermeister Massimiliano Sannas erfahren, mich nicht erneut zum Stadtrat für Soziales zu ernennen“, schrieb Murru in einer Erklärung. „Diese Entscheidung wurde mir ohne jegliche politische oder administrative Begründung, ohne vorherige Absprache und ohne Erklärung mitgeteilt, die die Gründe für eine solch plötzliche und schwerwiegende Entscheidung hätte verdeutlichen können.“

Die ehemalige Stadträtin lobt die während ihrer Amtszeit geleistete Arbeit: „In all den Jahren habe ich meine Aufgaben mit Engagement, einem ausgeprägten Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Institution und dem Wunsch, der Gemeinschaft zu dienen, erfüllt.“ Sie fährt fort: „Ich habe mit Entschlossenheit daran gearbeitet, jeden Schritt des mir übertragenen Programms abzuschließen und die Ziele mehr als ein Jahr vor dem geplanten Termin zu erreichen.“

Laut Murru erscheint die Entscheidung des Bürgermeisters „nicht nur ungerechtfertigt, sondern auch respektlos gegenüber meiner Arbeit und dem Vertrauen, das so viele Bürger in mich gesetzt haben“. In seiner Rede erinnerte er auch an die politischen Spannungen der letzten Wochen, die auf die öffentliche Rüge seiner eigenen Partei für die Teilnahme an einem Treffen mit dem Europaabgeordneten Roberto Vannacci folgten: „Am Montag erhielt ich meine Entlassung. Ein Zufall, der ernsthafte Überlegungen erfordert.“

Murru wandte sich daraufhin direkt an die UDC, deren Stadtkoordinatorin sie ist, und bat um eine Stellungnahme: „Beabsichtigt die Partei, zu den Geschehnissen klar Stellung zu beziehen? Oder wird sie sich, zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen, dagegen aussprechen?“ Abschließend bekräftigte sie ihren Wunsch, „mein politisches Engagement mit derselben Entschlossenheit und derselben Liebe zu meiner Stadt zu erfüllen“.

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