Erneuter Einsturz der punischen Mauern in Olbia: Nach einem ersten Einsturz vor sechs Monaten stürzte in den letzten Tagen ein weiterer Granitblock ein, aus dem die von den Karthagern um 330 v. Chr. errichteten Verteidigungsmauern bestanden.

Das Komitee des historischen Zentrums meldete den Vorfall und sandte einen Bericht an die zuständigen städtischen Behörden mit der Bitte um sofortiges Handeln. „Mauerwerksfragmente sind in einem öffentlich zugänglichen Bereich herabgestürzt und stellen eine ernsthafte Gefahr für Besucher dar, die sich dort frei bewegen. Es ist dringend erforderlich, den Bereich unverzüglich abzusperren, um den Zugang zu verhindern, eine technische Begutachtung durchzuführen und in Abstimmung mit der Denkmalpflege Sicherungsarbeiten vorzunehmen“, schrieb der Vorsitzende des Komitees, Torre Serra.

Heute Morgen führte die örtliche Polizei eine Inspektion durch und versprach, das Gebiet abzusichern. Die Restaurierung der Mauern wird jedoch durch eine Zuständigkeitsverschiebung behindert, was die Sicherheitsmaßnahmen verzögert. Nach dem ersten Einsturz hatte der Vorsitzende des Komitees die Aufsichtsbehörde für Archäologie, Bildende Künste und Landschaft der Provinzen Sassari und Nuoro um Maßnahmen zum Schutz der archäologischen Stätte gebeten, doch diese Anfrage blieb unbeantwortet.

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