Olbia: Ein Wandgemälde, das sardischen Künstlern gewidmet ist, im Mario-Cervo-Archiv
Unter den Gesichtern sind auch die von Maria Carta, Salmo, Piero Marras und Paolo FresuPer restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Im Mario-Cervo-Archiv erstrahlt ein neues Wandgemälde, das sardischen Künstlern wie Maria Carta, Salmo, Piero Marras und Paolo Fresu gewidmet ist. Das Projekt vereint Erinnerung, Kreativität und die Beteiligung junger Menschen. Nachdem das Wandgemälde, das zwölf Jahre lang Treffen, Konzerte und Momente des Miteinanders begleitet hatte, verschwunden ist, erstrahlt der Kulturraum nun in neuem Glanz mit einem Werk, das eine Brücke zwischen seinen Wurzeln und den neuen Generationen schlägt. Das Wandgemälde entstand dank des Engagements von Schülern der Kunstschule Fabrizio De André in Olbia, die sich auf eine Reise begeben, die Bildung und kulturelles Bewusstsein verbindet.
Die jungen Künstler hatten die Gelegenheit, Sardiniens musikalisches und künstlerisches Erbe zu erkunden und es der Öffentlichkeit durch die Sprache der zeitgenössischen Kunst zugänglich zu machen. Es handelte sich dabei nicht nur um eine ästhetische Intervention, sondern um ein wahrhaft lehrreiches Projekt. Indem sie die Gesichter sardischer Künstler malten, konnten die Jugendlichen sich unmittelbar mit der Kulturgeschichte der Insel auseinandersetzen und eine eigene Erinnerung schaffen. Die Erfahrung ermöglichte es ihnen, technische Fertigkeiten zu erwerben, die Teamarbeit zu erlernen und ein greifbares Kunstwerk zu schaffen, das in der Region Bestand haben wird.
„Dieses Projekt entstand aus dem Wunsch heraus, unserem kollektiven Gedächtnis ein Gesicht zu geben“, erklärten Velia und Ottavio Cervo. „Sardische Künstler verkörpern ein lebendiges Erbe, und junge Menschen in dessen Neuinterpretation einzubeziehen, bedeutet, eine echte Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft herzustellen.“ Auch in den Schulen ist die Begeisterung spürbar. Die Grafik- und Malereilehrerinnen Katia Murrighile und Laura Zidda betonen den pädagogischen Wert der Initiative. „Für unsere Schüler ist es eine prägende Erfahrung“, sagt Murrighile. „Es geht nicht nur darum, ein Kunstwerk zu schaffen, sondern auch darum, die tiefe Bedeutung ihrer kulturellen Wurzeln zu verstehen.“
Die Studierenden selbst beschreiben ihre Beteiligung begeistert: Die Arbeit am Wandgemälde vermittelt ihnen das Gefühl, Teil von etwas Wichtigem zu sein und zu entdecken, wie Kunst ein wirkungsvolles Mittel sein kann, Identität und Zugehörigkeit auszudrücken. Das Projekt wird zudem um eine audiovisuelle Dimension bereichert: Die Entstehung des Wandgemäldes wird in einem Dokumentarfilm von Green Grass festgehalten, der von Mirko Decandia inszeniert und von Janthyma Verri fotografiert wurde. Möglich wurde dies durch die Unterstützung von ISRE und der Fondazione di Sardegna. Der Film wird nach Abschluss der Arbeiten der Öffentlichkeit präsentiert und bietet einen umfassenden Überblick über den gesamten kreativen Prozess.
