Zwischen der Flamme, die im Hafen von Hand zu Hand weitergereicht wurde, den Trommeln, die durch die Straßen der Altstadt getragen wurden, und den Stimmen, die auf Katalanisch sangen, während sich eine Stadt um ihre Erinnerung versammelte, erlebte Alghero eine der bestbesuchten und bewegendsten Ausgaben der Correllengua Agermanat und Sant Joan de la Porta Llatina.

Ein Ereignis, das weit mehr war als eine bloße historische Nachstellung. Für einige Stunden entdeckte die Stadt den Faden ihrer Identität neu – das Zusammenspiel von Tradition, Sprache und Zugehörigkeit. Die Ankunft der Flama de la Llengua (Flamme der Sprache) am Scalo Tarantiello war ein mitreißender Moment, der von Hunderten Menschen gefeiert wurde: Die Fackel, getragen auf dem Lateinersegel „Joan of Arc“, wurde von Aktivisten aus Mallorca an ihre Mitbürger aus Alghero übergeben, begleitet von Musik und dem Applaus der Menge. Von dort zog der Festzug, geschmückt mit Fahnen, Trommeln und Gesang, durch die Straßen der Altstadt zum Denkmal der Einheit der Sprache, wo Bürgermeister Raimondo Cacciotto die Bevölkerung dazu aufrief, die katalanische Sprache Algheros lebendig zu erhalten.

Die Tomborins, die blauen Taschentücher, die Cobles de la Conquesta dels Francesos, die Castellers, die Folkloregruppe und die Stimmen von Claudio Gabriel Sanna, Franca Masu und Ester Formosa belebten die Altstadt. Auch der Abschluss war eindrucksvoll: Die Kirche San Michele wurde für die Zeremonie zur Erneuerung des Gelübdes in Sant Joan de la Porta Llatina geöffnet, einem der markantesten Momente in der Tradition von Alghero. Laut Plataforma per la Llengua und der Obra Cultural de l'Alguer war die Ausgabe 2026 die meistbesuchte der letzten Jahre.

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