Öffentlicher Verkehr in Sardinien: Zwischen Regionalgesetz und neuen Verträgen beginnt die entscheidende Phase.
Der Dienstleistungsvertrag läuft am 31. Dezember aus. Die Unternehmen werden sich mit Stadtrat Manca, Bürgermeister Zedda und Stadtrat Piano treffen.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Drohende Fristen, anstehende Reformen und ein System, das vor einer grundlegenden Umgestaltung steht: Dies werden entscheidende Monate für den sardischen Verkehr. Der Dienstleistungsvertrag zwischen der Region und den Verkehrsunternehmen läuft am 31. Dezember aus; das Verkehrsministerium arbeitet unterdessen daran, das Gesetzgebungsverfahren für die Reform abzuschließen. Zu den diskutierten Optionen gehört eine technische Verlängerung, um die für die Erstellung neuer Verträge benötigte Zeit zu überbrücken. Dies war das Thema des Treffens am Donnerstag in der ehemaligen Manifattura, an dem Vertreter der beiden größten Verkehrsunternehmen der Insel, Regionalrätin Barbara Manca, Cagliaris Bürgermeister Massimo Zedda sowie Regionalrat und Mitglied der Verkehrskommission, Gianluigi Piano, teilnahmen.
Das Projekt ist Teil einer umfassenderen Neuorganisation des öffentlichen Nahverkehrs, die sowohl der steigenden Nachfrage nach Mobilität gerecht werden als auch die nach wie vor bestehende Infrastrukturlücke auf Sardinien, insbesondere im Landesinneren, schließen muss. Vor diesem Hintergrund finden die Gespräche zwischen der Region, Unternehmen und Akteuren des öffentlichen Nahverkehrs statt.
„Die Nachfrage der Einwohner nach unseren Dienstleistungen steigt stetig, und wir müssen ihr gerecht werden. Wir arbeiten weiterhin in diese Richtung“, erklärt CTM-Präsident Fabrizio Rodin. „Wir werden täglich gebeten, unser Streckennetz auf andere Gemeinden auszudehnen, doch diese Entscheidungen sind vertraglich geregelt. Die Zusammenarbeit der verschiedenen öffentlichen Verkehrsbetriebe ist unerlässlich: Stadt- und Vorortverkehr sind zwei Seiten derselben Medaille.“
Auch die Ressourcenfrage steht zur Debatte. Die Region investiert derzeit jährlich rund 170 Millionen Euro in den öffentlichen Nahverkehr – eine Summe, die laut Betreibern angesichts der gestiegenen Nachfrage und des Ausbaus des Angebots nicht ausreicht. „Hätten wir nur 100 Millionen Euro mehr zur Verfügung, wüssten wir bereits, wo und wie wir sie einsetzen“, erklärt Barbara Manca. Piano ergänzt: „Bei steigender Nachfrage reichen diese Mittel nicht aus; wir müssen mehr investieren. Ziel ist es, die Taktfrequenz zu erhöhen, das Streckennetz im Landesinneren besser abzudecken und die verschiedenen Netze besser zu integrieren, um zuverlässigere Verbindungen zu gewährleisten. Im Verkehrssektor geht es nicht nur um Mobilität, sondern auch um Umwelt, Arbeitsplätze und er kann sogar ein Mittel gegen Landflucht sein.“
Im Hinblick auf die Reformen stellt der Stadtrat jedoch klar: „Wir können die Dauer der technischen Verlängerung noch nicht genau festlegen, aber je nachdem, wie gut die Institutionen und Interessengruppen vorbereitet sind, können wir die ersten Verträge möglicherweise schon im nächsten Jahr abschließen.“
Der alleinige Direktor von ARST äußerte sich ebenfalls zur Zukunft des Systems und betonte die Notwendigkeit einer umfassenden Begleitung der Reform: „Alles, was wir heute sehen, wurde vor einigen Jahren konzipiert, als die Bedürfnisse ganz anders waren. Heute hat sich das Bild gewandelt: Die Zahl der Berufstätigen und Senioren steigt, während die Zahl der Studierenden sinkt.“ Für Giovanni Mocci besteht die Herausforderung darin, „die Steuerung des öffentlichen Nahverkehrs zu stärken, ohne die bestehenden, kompetenten und gut strukturierten Akteure zu beeinträchtigen“. Er konzentriert sich dabei auf Integrationsinstrumente wie „ein einheitliches Ticket und gemeinsame digitale Plattformen“ sowie auf die Entwicklung intermodaler Verkehrsknotenpunkte.
Zum Abschluss ging Cagliaris Bürgermeister Massimo Zedda auf die Gesamtauswirkungen der Mobilität ein: „Angesichts der Anzahl der Fahrzeuge im Verkehr und ihrer Auswirkungen auf die Lebensqualität müssen wir verstehen, wie wir eingreifen können. Das Recht auf Mobilität bedeutet, bessere Verbindungen zwischen den Sarden zu gewährleisten und kann auch dazu beitragen, der Entvölkerung entgegenzuwirken. Täglich fahren rund 180.000 Fahrzeuge nach Cagliari – eine sehr hohe Zahl: Eine Reduzierung bedeutet weniger Unfälle und insgesamt auch eine wirtschaftliche Einsparung für die Stadt und die gesamte Insel.“
