Tische und Lärm im Nachtleben: Der technische Ausschuss aus Verwaltung, Anwohnervereinigungen historischer Viertel und Gewerbetreibenden sucht fieberhaft nach den richtigen Regeln, der zulässigen Lautstärke und den Öffnungszeiten, um eine Einigung zu erzielen. Denn einerseits brauchen die Anwohner Ruhe, andererseits müssen die Betreiber von Bars, Pizzerien und Restaurants das historische Zentrum beleben. Der FIPE-Handelsverband Südsardinien fordert daher umgehend erprobte Maßnahmen und nachhaltige Regelungen. „Wir freuen uns über das Treffen; es ist ein Meilenstein“, so Präsident Emanuele Frongia. „Wir haben lange gegen einen Lärmschutzplan gekämpft, der uns daran hindert, in absoluter Ruhe zu arbeiten und gleichzeitig die Anwohner vollumfänglich zu respektieren. Endlich beginnt eine neue Phase des Dialogs und des Zuhörens, die wir seit Jahren fordern.“

Für den Verband der öffentlichen Einrichtungen bleibt die Vereinbarkeit des Rechts auf Erholung mit dem Recht der Unternehmen auf Arbeit die zentrale Frage . „In den letzten Jahren wurden unsere Betriebe gefährdet , und mit ihnen die Dienstleistungen, die wir den vielen Touristen in Cagliari anbieten “, fährt Frongia fort. „Vor allem aber sind die Arbeitsplätze vieler Angestellter in Gefahr, die Familien zu ernähren und Hypotheken abzuzahlen haben. Deshalb haben wir uns stets gegen Strafmaßnahmen gewehrt, die das Problem des Nachtlebens nicht lösen.“

Laut Fipe Confcommercio Sud Sardegna muss der ständige Runde Tisch die Diskussionen nun in konkrete Maßnahmen umsetzen: gezielte Kontrollen gegen Missbrauch, verstärkte territoriale Aufsicht, Stärkung der Rechte aller Betreiber, Stadtplanung und wirklich nachhaltige Regeln für reguläre Unternehmen. „Wir haben stets betont, dass pauschale Kürzungen von Öffnungszeiten, Tischen und Kapazität nicht notwendig sind, da dies gesunde Unternehmen beeinträchtigen würde, ohne unzulässiges Verhalten zu unterbinden“, hebt Frongia hervor. „Stattdessen brauchen wir ein modernes Modell, das Lebensqualität, Sicherheit, Beschäftigung und Tourismusentwicklung in den Städten gewährleistet.“

Fipe Confcommercio Sud Sardegna bestätigt daher seine uneingeschränkte Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, den Fachbüros und den gesellschaftlichen Gruppen für die während des Treffens angekündigte Pilotphase . „Wir erwarten schnelle Reaktionen und mutige Entscheidungen“, so Frongia abschließend. „Cagliari kann nicht zwischen den übrigen Einwohnern und den Unternehmen wählen: Beides muss gewährleistet sein. Und genau in diesem Spannungsfeld sind wir bereit, unseren Beitrag zu leisten.“

(Unioneonline)

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