Ein Archiv mit der Liste der Macomer-Absolventen der letzten 150 Jahre entsteht derzeit . Dieses originelle Projekt stammt vom kürzlich gegründeten Verein Sas Coas und beginnt mit der Wiederentdeckung eines Stücks Geschichte, das viele Familien berührt. Jede Geschichte ist ein Fragment der Erinnerung, das in die Heimat zurückkehrt. Das Projekt stößt auf großes Interesse, sodass innerhalb weniger Tage Hunderte von Anmeldungen eingegangen sind. „Nicht Zahlen, sondern Menschen“, erklärt Gabriele Nicelli, Präsident des Vereins . „Hinter jedem Menschen verbirgt sich eine andere Geschichte, eine andere Zeit, eine andere Art, Macomerese zu sein. Die Absolventenliste ist ein Projekt, das nicht nur akademische Qualifikationen erfasst, sondern ein tieferes Bild der Gemeinschaft vermitteln will: ein Bild von Engagement, Opfern, Aufbrüchen und Rückkehr, von Wegen, die Universitäten in der Nähe und Ferne kreuzten.“ Diese Geschichten bleiben oft in den Familien, in den Familienmauern und in den Erinnerungen der Betroffenen selbst bewahrt.

„Unser Verein“, so eine Erklärung des Vereins Sas Coas, „hat beschlossen, diese Geschichten im Rahmen dieses Projekts zu sammeln, bevor sie verloren gehen. Ziel ist es nicht nur, akademische Abschlüsse zu erfassen, sondern ein umfassenderes Bild der Gemeinschaft zu vermitteln: eines Bildes von Engagement, Opferbereitschaft, Aufbruch und Rückkehr sowie von Studienaufenthalten an Universitäten in nah und fern.“ Teilnehmen kann jeder mit Bezug zu Macomer und einem Hochschulabschluss, unabhängig von Zeit und Ort. Wer mehrere Abschlüsse besitzt, kann diese separat einreichen.

„Der heikelste, vielleicht poetischste Teil“, so der Präsident, „betrifft die Geschichten derer, die sie nicht mehr erzählen können. Es gibt Absolventen von vor Jahrzehnten, Menschen, die studierten, als dies noch ein seltenes Privileg war.“ Aus diesem Grund lädt der Verein Familienmitglieder und Bekannte ein, das Formular in ihrem Namen auszufüllen, damit auch ihre Erfahrungen im Archiv ihren Platz finden. Und damit nicht genug. Der Verein wird mündliche Überlieferungen, Dokumente und Zeugnisse recherchieren, um die ersten Absolventen zu finden, vielleicht sogar bis zum ersten in der Geschichte von Macomer zurück. „Es ist eine Möglichkeit, in den Spiegel zu schauen“, heißt es in dem Dokument des Vereins, „und sich so durch die eigenen Bildungserfahrungen wiederzuerkennen. Die Einladung ist einfach: Mitmachen, teilen, beitragen. Jede hinzugefügte Geschichte ist ein Stück Erinnerung, das nach Hause zurückkehrt.“

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