Die Stilllegung der alten Fabriken des ehemaligen petrochemischen Werks Porto Torres schreitet zügig voran . Dieses vom Industriekonsortium der Provinz Sassari seit Jahren geplante Projekt umfasst die Sanierung weitläufiger Infrastrukturflächen. Es wurde vom ehemaligen Präsidenten Valerio Scanu initiiert und wird unter der aktuellen Leitung von CIPSS, Simona Fois, fortgeführt. Das ehemalige Zementwerk im Industriegebiet wird noch in diesem Jahr abgerissen. Das Ausschreibungsverfahren für den Abriss des baufälligen Gebäudes an der Via Vespucci befindet sich derzeit in der Vorbereitungsphase. Bieterunternehmen können so die erforderlichen Unterlagen für die nächsten Verfahrensschritte vervollständigen.

Nach der voraussichtlichen Auftragsvergabe in den kommenden Wochen werden maximal 180 Tage für den Abriss des seit über vierzig Jahren leerstehenden Gebäudes vergehen. Anschließend wird ein Sanierungsplan erstellt, der zur Bewertung des Umweltzustands des Gebiets und zur Festlegung möglicher Sanierungsmaßnahmen dient. Die Geschichte des ehemaligen Cementir-Werks in Porto Torres begann Ende der 1950er-Jahre mit dem Bau des Alba-Cementi-Werks auf dem rund 42.000 Quadratmeter großen Gelände direkt am Meer. Das Unternehmen, das später von Cementir übernommen wurde, stellte 1983 mit der Stilllegung des Werks endgültig den Betrieb ein. Nach jahrzehntelangem Leerstand und erfolglosen Auktionen erwarb der italienische Zement- und Petrochemieverband CIPSS das Gelände im Jahr 2020 mit dem Ziel, ein strategisch wichtiges Gebiet des ehemaligen Petrochemiezentrums zu revitalisieren und es für die maritime Wirtschaft zu nutzen.

Das Konsortium beabsichtigt, das Gelände nach der Stilllegung der baufälligen Gebäude und der Rekultivierung des betroffenen Gebiets neu zu entwickeln und aufgrund seiner Lage am Hafenbecken für vielversprechende neue Produktionsaktivitäten zu nutzen. Parallel dazu laufen die Planungen für die Stilllegungsprojekte weiter, die den Abbau, den Abriss und die Sicherung der Gebäude auf den verbleibenden zehn Hektar umfassen. Das Ausschreibungsverfahren endete am 9. März. Im Rahmen der Ausschreibung wurden vier obligatorische Ortsbesichtigungen durchgeführt, damit sich interessierte Unternehmen vor der Angebotsabgabe mit den technischen Gegebenheiten des Geländes und den geplanten Arbeiten vertraut machen konnten.

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