Ein langsamer Trauerzug entlang der Uferpromenade von Poetto in Quartu Sant'Elena, wo die 18-jährigen Filippo Corongiu und Gabriele Galici am Freitagmorgen im Morgengrauen ums Leben kamen, als sie nach einem Clubbesuch mit ihrem Roller gegen einen Laternenpfahl prallten. Den ganzen Tag über versammelten sich Freunde und Familie, um Blumen, Zettel und Briefe niederzulegen.

Tränenüberströmte Gesichter junger Menschen vor dem verfluchten Pfahl, der zwei Leben viel zu früh forderte. Sie kommen nacheinander und hängen Blumensträuße auf, die die sengende Sonne schnell vertrocknet. Ein Banner mit der Aufschrift „Fili und Gabri, ihr werdet für immer in unseren Herzen weiterleben“ und berührende Worte auf einem linierten Blatt Papier runden das Bild ab.

Nur wenige Schritte entfernt geht das Leben am Meer seinen gewohnten Gang, doch hier auf diesem Straßenabschnitt scheint die Zeit kurz vor Tagesanbruch stehen geblieben zu sein. Am Nachmittag trafen Arbeiter der Firma Sicurezza e Ambiente ein: Sie räumten den Asphalt von Trümmern und Spuren des Unfalls. Der schmerzliche Weg des Trauernden setzte sich in der Leichenhalle des Brotzu-Krankenhauses in Cagliari fort, wo weiterhin unzählige Menschen eintreffen, um die Eltern und Angehörigen der beiden Jungen zu unterstützen.

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