„Es stimmt, es stimmt!“, riefen Cinzia Pinnas Angehörige nach der Urteilsverkündung. Richterin Federica Di Stefano vertagte den Prozess gegen Emanuele Ragnedda wegen des Verbrechens in Conca Entosa. Der Geschäftsmann aus Arzachena wird am 10. November vor dem Schwurgericht Sassari erscheinen. Die Richterin wies zudem den Antrag auf Änderung der Untersuchungshaft zurück. Ragneddas Anwälte hatten beantragt, die Untersuchungshaft aufzuheben und in Hausarrest umzuwandeln.

I familiari di Cinzia Pinna con i loro legali (Foto: Busia)
I familiari di Cinzia Pinna con i loro legali (Foto: Busia)

I familiari di Cinzia Pinna con i loro legali (Foto: Busia)

Im Wesentlichen wurden alle Anträge der Staatsanwältin Noemi Mancini und der Anwälte der Nebenkläger, Nino und Antonella Cuccureddu für die Familie Pinna, Nicoletta Mani für Luca Franciosi, das mutmaßliche Opfer der strittigen Verleumdung, und Emanuele Ragnedda, angenommen. Staatsanwältin Mancini bezeichnete Ragnedda als einen Wolf auf der Jagd nach Beute. Diese Rekonstruktion des Geschehens am Abend des 12. September des vergangenen Jahres wurde von den Verteidigern des Geschäftsmanns, den Strafverteidigern Luca Montella und Gabriele Satta, entschieden zurückgewiesen. Die beiden Anwälte antworteten dem Staatsanwalt wie folgt: „Es gibt Bilder, die eindeutig zeigen, dass das Opfer auf unseren Mandanten zuging, nicht umgekehrt.“

Eines der Hauptthemen des Prozesses vor dem Schwurgericht ist zweifellos der mutmaßliche Messerangriff von Cinzia Pinna, der Ragneddas Reaktion auslöste. Laut Staatsanwaltschaft Tempio ist diese Version der Ereignisse unwahrscheinlich. Emanuele Ragneddas Vater, Mario Ragnedda, der Angeklagte selbst und die Familie des Opfers hörten den Worten des Richters ruhig zu.

© Riproduzione riservata