Die vorübergehende Verlegung des Suchthilfedienstes (SERD) von seinen Räumlichkeiten in der Via degli Orti in die Notaufnahme des Krankenhauses Marino hat heftige Diskussionen ausgelöst. Christian Mulas, Vorsitzender der Gesundheitskommission der Stadt Alghero, hat bereits „formelle und detaillierte Erläuterungen“ von der Leitung des Gesundheitsamtes Sassari (ASL) gefordert. Laut Mulas wirft die Entscheidung organisatorische, gesundheitliche und soziale Fragen auf.

Der Serd, so betont er, „ist nicht nur ein medizinischer Dienst, sondern eine integrierte soziale und gesundheitliche Einrichtung“, die ein entsprechendes lokales Umfeld benötigt, das Gastfreundschaft, Vertraulichkeit und einen nicht-stigmatisierenden Umgang gewährleistet. Die Implementierung in einem Krankenhaus, so weist er darauf hin, berge das Risiko, Unbehagen und Widerstand bei den Nutzern zu verstärken und potenzielle logistische Schwierigkeiten aufgrund der Entfernung vom Stadtzentrum zu schaffen.

Der Präsident betont zudem die Reform der gemeindenahen Pflege, die darauf abzielt, die Leistungen in Gemeindezentren und Gesundheitsbezirken zu integrieren und so die Versorgungsnähe zu stärken. Dieses Thema wird im Mittelpunkt der bereits einberufenen nächsten Gesundheitskommission stehen und im Interesse der Bevölkerung und insbesondere der am stärksten gefährdeten Gruppen weiter erörtert werden.

© Riproduzione riservata