Es sollen Gespräche mit Institutionen, Schulen und Verbänden aufgenommen werden, um die dringendsten Prioritäten zu ermitteln und die Angebote für Minderjährige zu stärken. Dies ist der Ausgangspunkt für das Mandat der neuen regionalen Ombudsfrau für Kinder und Jugendliche, Anna Cau, das heute Morgen von Präsident Piero Comandini dem Regionalrat vorgestellt wurde.

„Der erste Schritt, der bereits eingeleitet wurde, besteht darin, allen Institutionen, sowohl öffentlichen als auch privaten, zuzuhören und mit ihnen in Dialog zu treten“, erklärt Cau. „Zuhören und Dialog sind unerlässlich, denn darauf basierend werde ich die Prioritäten festlegen, die wir in enger Zusammenarbeit verfolgen werden.“

Zu den ersten Beteiligten gehören das regionale Schulamt und Organisationen, die sich um unbegleitete minderjährige Ausländer kümmern, sowie die Jugendgerichtsbarkeit. „Ich habe bereits Gespräche mit dem Schulamt und den Vormundschaftsverbänden für unbegleitete Minderjährige aufgenommen und ein Treffen mit der Jugendgerichtsbarkeit von Cagliari organisiert“, fügt sie hinzu. „In Sassari haben wir einen Tag mit allen beteiligten Institutionen angesetzt, um diese Region zu besprechen, die aufgrund ihrer Entfernung von Cagliari besonders sorgfältig organisiert werden muss.“ Ein Treffen mit den sardischen Bischöfen steht ebenfalls auf der Tagesordnung.

Die neue Verantwortliche benennt hinsichtlich kritischer Themen klare Prioritäten, allen voran das Gesundheitswesen und die sozialen Dienste. „Die Notfälle, mit denen Kinder konfrontiert sind, erfordern eine Stärkung des Gesundheitswesens, von der Kinderneuropsychiatrie bis hin zu den sozialen Diensten“, betont sie. „Es ist außerdem notwendig, die sozialen Dienste zu stärken, die heute oft gleichzeitig ältere Menschen und Minderjährige betreuen müssen, wie es häufig in kleinen Städten ohne spezifische Fachkompetenz oder ausreichend Zeit der Fall ist.“

Besonderes Augenmerk liegt auch auf der Stellung von Minderjährigen in der Gesellschaft. „Eine der größten Schwächen betrifft ihre existenzielle Lage und ihre Position in der Gesellschaft“, so Cau abschließend. „Diese Schwäche wirkt sich auch auf die Erwachsenen aus, die die Mittel und die Verantwortung zur Unterstützung der Jüngsten neu entdecken müssen.“

Umberto Zedda

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